Geheime Chefsache. Nicht lesen, wenn Sie nichts zu sagen haben!

Wer wäre nicht gern ein toller Chef. Von den Mitarbeitern geliebt. Warum nicht auch gefeiert. Schließlich hält man ja den ganzen Laden in Schwung. Statt dessen – grauer Alltag. Neid. Und undankbare Personen. Aber zum Glück gibt es ja Amerikaner. Die mit dem wunderbaren Pragmatismus. Die nicht lange grübeln, sondern ein paar Sachen herausfinden und daraus einfache Regeln machen. So einer ist Jeffrey J. Fox, dessen „Kunst, ein toller Chef zu sein“ jetzt zu Recht neu aufgelegt wurde.

50 Regeln auf 100 Seiten. Schnell zu lesen und gut zu merken. Der Erfolgsautor redet nicht um den heißen Brei herum, sondern sagt gerade heraus, wie Sie sich in bestimmten Situationen am besten verhalten. Wenn Sie einen kurzweiligen Abend in die Lektüre dieses kleinen Managementbuchs investieren, sind Sie auf jeden Fall auf bestem Weg, „ein toller Chef“ zu werden. Damit Sie selbst entscheiden können, ob das Schmu ist oder praktisch, stellen wir Ihnen sieben der 50 „Regeln für exzellente Mitarbeiterführung“ hier kurz vor:

1. „Verbringen Sie 90 % Ihrer Zeit für Führungsaufgaben mit Ihren besten Mitarbeitern.“ Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. In der Praxis sieht´s in der Regel aber anders aus. Sie kümmern sich um die Quertreiber, die Streithammel, die Schwachleister. Jeffrey J. Fox fragt ironisch: Angenommen, Sie würden „Ihr Geld in Aktien investieren und hätten die Wahl zwischen einem Wachstumsunternehmen mit hohen Gewinnen und einem lustlosen Unternehmen mit geringen Gewinnen, worin würden Sie investieren?“

2. „Vorsicht: Siebener stellen Fünfer ein.“ Fox unterstellt eine zehnstufige Skala, bei der durchschnittliche Manager in Bezug auf Ihre Fertigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen auf Platz sieben rangieren. Und er weiß: „Siebener stellen immer nur Fünfer ein, niemals Neuner oder Zehner.“ Das heißt, wenn Sie durchschnittliche Mitarbeiter mit der Personalauswahl betrauen, erhalten Sie mit Sicherheit ein unterdurchschnittliches Team.

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3. „Unternehmen handeln so wie ihr Chef.“ Kommt der Chef immer zu spät, kommen auch die Mitarbeiter immer zu spät. Ist der Chef höflich, werden unhöfliche Mitarbeiter das Weite suchen. Und ist der Chef innovativ, wird auch das Unternehmen immer nach neuen Lösungen suchen. Diese Liste lässt sich beliebig verlängern. Überprüfen Sie Ihr Veralten. Wo sind Sie ein gutes Vorbild? Welches Verhalten sollten Sie schnell ändern? Merke: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.

4. „Der wirkliche Chef ist der Kunde.“ Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass diese nicht für Sie als Chef arbeiten, nicht für die Marketingabteilung und auch nicht für die Kirche. Denn der ganze Betrieb funktioniert nur dann, wenn der Kunde im Mittelpunkt steht, Vertrauen hat und kauft. „Chef ist der Kunde“ gilt für den Hausmeister genauso wie für den Entwicklungsingenieur.

5. „Delegieren Sie immer weiter nach unten.“ Ihr Job ist es, den Laden am Laufen zu halten. Vergeben Sie Aufträge oder Projekte immer an diejenigen, die in der Hierarchie am weitesten unten stehen und dennoch die Aufgabe ordentlich bewältigen können. Und zwar immer mit ganz genauen Ansagen und allen wichtigen Informationen.

6. „Stellen Sie keinen Hund ein, um dann selbst zu bellen.“ Originalton Jeffrey J. Fox: „Wenn Sie einen ausgebildeten Wachhund kaufen und ihn auf einem eingezäunten Grundstück laufen lassen, dann gehen Sie in der Nacht nicht selbst hinaus und bellen Fremde und Eindringlinge an, oder?“ Genauso seltsam ist es, wenn Sie eine Fachkraft einstellen und ihr ständig ins Handwerk pfuschen – selbst wenn es in allerbester Absicht passiert.

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7. „Passen Sie auf.“ Eine etwas harte Formulierung die allerdings ein weit verbreitetes Phänomen betrifft: Während des Gesprächs mit Mitarbeitern erledigen Führungskräfte und Chefs E-Mails, schauen auf die Uhr und nehmen Telefongespräche an. Während Sie vielleicht denken, Sie seien eben zu wichtig, um sich voll und ganz auf Ihren Mitarbeiter zu konzentrieren, denkt der, Sie seien arrogant, nicht an seinem Thema interessiert und er selbst ein völlig unwichtiges Rädchen im Betrieb. Entsprechend wird die künftige Arbeitsleistung dieses Mitarbeiters aussehen.

Weitere Tipps gefällig? Alle 50 gibts in dem jetzt neu aufgelegten Buch von Jeffrey J. Fox: „Die Kunst, ein toller Chef zu sein.“

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