Es muss nicht immer der Dalai Lama sein

„Wie man Bibel und Business unter einen Hut bringt“ heißt der Untertitel des bemerkenswerten Buches des Managers und Christen Ken Costa. Und es müsste eigentlich heißen, „Nutze die Kraftquelle der christlichen Tradition, um mehr Freude und Sinn in deiner Arbeit zu finden.“ Ein ganz und gar unaufgeregtes und tiefgehendes Buch. Über gesunden und ungesunden Ehrgeiz, über Ego und Gemeinwohl, über den Umgang mit Geld und die wichtigste Frage: Was ist der Sinn des Lebens?

Mit Gottvertrauen durch die Klippen des Geschäftslebens

Fast erscheint es zynisch. Ein hochrangiger Banker schreibt über Werte und die Kraft des Glaubens. Interessant wird es, wenn man sich die Biografie Ken Costas genauer anschaut: Als Student verließ er sein Heimatland Südafrika aus Protest gegen die damalige Apartheidspolitik. Er ging nach Cambridge, um Jura und Theologie zu studieren und tauchte dann in die Finanzwelt ein. Gerade in der Zerreißprobe zwischen „dem bösen Geld“ und „dem lieben Gott“ hat Ken Costa seine Überzeugungen geschärft und folgende Antwort gefunden: „Meine Arbeit ist mein Gottesdienst“ schreibt er und zeigt, wie jeder in seiner Arbeit, auch jenseits der helfenden Berufe, seinen Beitrag für das Gemeinwohl leisten kann. Und welche Hilfe dabei der Glaube ist, der in Form des Gottvertrauens dabei hilft, auch schwierige Klippen zu umschiffen.

Zeitmanagement in anderem Licht

Es ist interessant zu lesen, wie Ken Costa die Anforderungen des modernen Arbeitslebens an jeden einzelnen aufnimmt und beleuchtet. „Wie treffen wir weise Entscheidungen“, „Versagen und Enttäuschung“, „Wie gehen wir mit Geld um“ heißen die Kapitel, die stets im Blick auf die grundlegenden Fragen des Lebens neue Antworten geben. So geht es ihm beim Thema Zeitmanagement nicht darum, effektivere Arbeitsmethoden zu installieren, sondern darum, sich auf der Grundlage des christlichen Glaubens bewusst über das eigene Tun und Lassen zu werden.

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Auf der Suche nach spiritueller Erfahrung

Als eines der Ziele seines Buches nennt Ken Costa „Wege ausfindig zu machen, wie man die Freude an der Arbeit wieder entdecken kann.“ Damit zeigt er die Richtung an, um die es ihm geht: den unter konfessionellen Zwängen verschütteten Reichtum des christlichen Glaubens für die praktische Lebensgestaltung zu entdecken. Und die Leser zu animieren, den Erfahrungsschatz, den die Bibel birgt, für sich zu heben. Jenseits von Positiv Thinking und Buddhismus-Light ein schönes Angebot, uns auf dem Boden westlicher kultureller Prägung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens zu beschäftigen. Managementbuch.de – Empfehlung für alle die „nach einem starken Gerüst für ihr Handeln und Leben suchen.“

Kein Gottvertrauen nötig, Buchkauf bei Managementbuch.de ist sicher: Ken Costa: Der liebe Gott und das böse Geld, Pattloch, 189 Seiten

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