Vom richtigen Umgang mit „Ärger-Situationen“ im Job

Wo Menschen zusammenarbeiten, bleiben Spannungen nicht aus. Schnell platzt dem einen die Hutschnur und der nächste bringt uns auf die Palme. Das muss nicht so sein. Denn wer sich und die anderen besser einzuschätzen lernt, wird schon im Vorfeld die allermeisten Sprengsätze entschärfen. Wie das geht, beschreibt der Psychologe und Coach Thomas Augspurger in seinem lesenswerten Buch „Das Lotusblütenprinzip“.

Ärger einfach abperlen lassen

Als Sinnbild für die Fähigkeit, gelassen zu bleiben, statt an die Decke zu gehen, wählt Augspurger die Lotusblüte mit ihren phänomenalen Eigenschaften. Sie ist offen für Nährstoffe und schottet sich gegen Schädlinge optimal ab. Eine Leistung, die als „Abperleffekt“ sogar die Nanotechnologie inspiriert. Auf die Menschen übertragen heißt das, ganz genau zu überlegen, was wir an uns heranlassen, und was nicht. Keine leichte Entscheidung im Getümmel des Büroalltags, aber erlernbar. Denn wer schnell entziffern kann, was ein Kollege mit seiner Bemerkung wirklich meint, wer in der Lage ist, schnell zu erfassen, ob er selbst durch die Situation bedroht ist oder nicht, der kann auch vorausschauend reagieren.

Der Weg zu mehr Gelassenheit führt über mehr Selbsterkenntnis

Wer schon im Vorfeld auf Deeskalation setzen will, tut gut daran, zunächst bei sich selbst nach den Gründen zu forschen, so schnell auf 180 zu sein. Das können Glaubenssätze und Verbote sein, die Sie unbewusst mit sich herumtragen. Oder Verhaltensweisen, die bisher sehr hilfreich waren, die inzwischen aber massive Hindernisse darstellen. Der Psychologe Augspurger stellt einfache Fragen, mit denen wir uns auf die Schliche kommen. Im nächsten Schritt zeigt er uns, anhand welcher Fragen wir schnell herausfinden, wie unser Gegenüber gestrickt ist. Wer zum Beispiel immer an denselben Urlaubsort fährt, ist wohl eher ein „Distanztyp“. Wenn Sie einen solchen „Distanzler“ als Führungskraft durch allzu kreative Aufgaben und spontane Entscheidungen überfordern, haben Sie schnell einen Konfliktherd geschaffen. Genauso, wenn Sie einen Mitarbeiter, der am liebsten als Rucksacktourist Indien erkundet, mit zu vielen Verwaltungsaufgaben „nerven“.

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Handfeste Ratschläge für handfeste Krisen

Während im ersten Teil des Buches die Hilfe zur Selbsterkenntnis und die Hilfe zum besseren Verständnis der Kollegen und Mitarbeiter im Vordergrund stehen, zeigt Augspurger im zweiten Teil, wie Sie in ganz konkreten „Ärgersituationen“ gelassen bleiben. Sie lernen, kritisches Feedback zu nutzen, statt weg zu hören, Sie lernen, gelassen in Konflikte zu gehen, und Sie erfahren, wie Sie produktiv verhandeln. Managementbuch.de – Empfehlung für „Das Lotusblütenprinzip“, weil besonders Führungskräfte damit leicht lernen, komplexe Situationen schnell zu erfassen und zu steuern. Im Ergebnis bedeutet das mehr Gelassenheit durch gekonnte, frühzeitige Deeskalation. Lesenswert.

www.Managementbuch.de

Ganz locker zum Buch: Thomas Augspurger: Das Lotusblütenprinzip, Haufe Mediengruppe, 192 Seiten

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