Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt

Es ist bizarr, was der Ökonom Steven Levitt ans Licht bringt. Viele unserer alltäglichen Annahmen werden einfach auf den Kopf gestellt. Gute Absichten können desaströse Ergebnisse erzeugen. Und hinter allem steckt das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen. „Superfreakonomics“ ist der Nachfolgeband des Bestsellers „Freakonomics“. Ein Lesevergnügen mit hohem Erkenntnisgewinn.

Freuen Sie sich auf den nächsten Ärztestreik

Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. Wenn Ärzte streiken, geht die Sterberate in den Keller. Grund: Die Ärzte haben keine Gelegenheit, Fehler zu machen. Demnächst also zu Hause bleiben? Kommt darauf an, denn „der Weg ins Krankenhaus verbessert Ihre Lebenschancen leicht, wenn Sie ernsthaft krank sind. Ihr Sterberisiko erhöht sich jedoch, wenn das nicht der Fall ist.“

Vorsicht, bissiger Mensch

Was der Ökonomieprofessor Levitt macht, ist streng genommen keine Ökonomie. Er selbst nennt seinen Ansatz „Freakonomics“. Sein Ziel ist es, festzustellen, wie Menschen Entscheidungen fällen und Meinungen bilden. Und zwar in allen Bereichen des Lebens. Dazu sammelt er Daten, analysiert sie und stellt Zusammenhänge her. „Verhaltensökonomie“ heißt dieser junge Forschungszweig, der an den Tag gebracht hat, dass eines der mächtigsten Gesetze der Welt das „Gesetz der unbeabsichtigten Folgen“ ist. Die Schlüsse, die daraus zu ziehen sind, beeinflussen die Politik, die Versicherungswirtschaft und unser aller Alltag. Sie können zum Beispiel aufhören, Angst vor dem Falschen zu haben: Häufiger als von Katzen und Ratten werden Menschen von Menschen gebissen!

Für alle, die gerne staunen

„Superfreakonomics“
wirbelt Kausalketten durcheinander. Ein anregendes Lesevergnügen, auch, weil dem Ökonom ein Journalist zur Seite steht, der mit seinem flotten Stil zum Lesevergnügen beiträgt. Managementbuch.de – Empfehlung für alle, die gerne staunen und unkonventionell denken.

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Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Steven D. Levitt; Stephen J. Dubner: Superfreakonomics, Nichts ist so wie es scheint. Riemann 2010

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