Und plötzlich ist man Führungskraft

Wer sich eine Führungsposition erarbeitet hat, aber nicht in einem Konzernumfeld mit perfekter Weiterbildung „groß“ wird, sollte sich auf eigene Faust das nötige Führungswissen aneignen. Aus purem Eigeninteresse. Denn wer nicht führen kann, wird schnell persönlich Schiffbruch erleiden. Auch die Mitarbeiter haben den Einsatz verdient, denn die wollen nicht unter ihrem Vorgesetzten leiden, sondern von ihm profitieren. Eine gute und günstige Methode, sich das nötige Rüstzeug zuzulegen, bietet das Einsteiger-Buch „Führen. Die erfolgreichsten Instrumente und Techniken“.

 

Die vier Bereiche des Führens

Führung besteht nicht aus ein paar Tricks, um Mitarbeiter schneller oder produktiver zu machen. Die Komplexität des Themas bringen die Autoren und Kienbaum-Berater Johannes Sattler, Lars Förster, Thomas Saller und Thomas Studer mit dem „Führungskompass“ sehr gut auf den Punkt. Vier wesentliche Themen müssen Führungskräfte demnach im Blick behalten: 1. Sich selbst führen. 2. Mitarbeiter führen. 3. Teams führen. 4. Organisationen führen. Zu allen vier Bereichen liefert dieses Buch das Grundlagenwissen, nennt alle wichtigen Studien und gibt praktische Anregungen für die sofortige Umsetzung des Wissens. Dabei macht sich Seite für Seite bezahlt, dass die Autoren den Führungsalltag vieler Unternehmen in- und auswendig kennen. Keine graue Theorie also, sondern Erkenntnisse und Erfahrungen aus der aktuellen Führungspraxis.

Profitieren vom Wissen der anderen

Ein großes Plus von „Führen. Die erfolgreichsten Instrumente und Techniken“ ist die Bandbreite der abgedeckten Themen. So werden Novizen im Bereich der Führungsliteratur mit den wesentlichen Autoren, den bahnbrechenden Studien und den wichtigsten Methoden bekannt gemacht. Ohne je dogmatisch zu werden, stellen die Autoren die verschiedenen Ansätze nebeneinander und zeigen deren Möglichkeiten und Grenzen auf. Vor allem aber machen sie deutlich, welche Konsequenzen aus den einzelnen Methoden zu ziehen, welche Arbeitsschritte und Vorgehensweisen zu empfehlen sind. Das fängt mit der Anleitung an, die eigenen „Antreiber“ und „Erlauber“ kennen und verstehen zu lernen, und es geht über den Aufbau dyadischer Führungsbeziehungen (sich auf den jeweils anderen in seiner ganzen Individualität einzulassen) bis zur Erstellung eines Team-Soziogramms. Mit der Anleitung zum Führen von Organisationen schließlich wird das Verständnis fürs große Ganze geschaffen. Wie gut sie im Thema sind, zeigen die Autoren auch mit dem Kapitel „Führen von Vorgesetzten. Ein oft vernachlässigtes Thema. Aber ein wesentliches für alle, die noch weitere Sprossen auf der Karriereleiter erklimmen wollen. Sie tun gut daran, auch ihre Vorgesetzten im (geschulten) Blick zu behalten.

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Kein Wort zuviel

Der immer stärker werdende Wettbewerbsdruck verlangt auch von Führungskräften einen immer höheren Grad an Professionalisierung. Das dafür nötige Grundlagenwissen finden Führungskräfte in diesem Buch (alten Hasen sei es zur pragmatischen Auffrischung empfohlen). Anders als so manche us-amerikansiche Leadership-Bibel kommt das Werk zwar arg nüchtern daher. Aber das kann in diesem Fall nur zum Vorteil gereichen. Deshalb uneingeschränkte Managementbuch.de – Empfehlung für die pragmatische und übersichtliche Darstellung des wichtigsten Führungswissens.

 

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Johannes Sattler, Lars Förster, Thomas Saller, Thomas Studer: Führen. ‚Kienbaum bei Haufe‘.

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