Mai 2011: Die kommentierte Managementbuch.de – Bestsellerliste

1. Martin Wehrle: Ich arbeite in einem Irrenhaus, Econ

Zum zweiten Mal auf eins: Martin Wehrles Bericht aus dem Irrenhaus. Offensichtlich fühlen sich viele angesprochen, wenn vom ganz normalen Büro-Irrsinn die Rede ist. Die Betroffenen werden sich hier wiederfinden und merken, dass sie nicht alleine sind. Und vielleicht lernen sie, wenigstens über ihre Situation zu lachen. Viel wichtiger ist das Buch aber für alle Chefs und Führungskräfte. Es kann ihnen die Augen öffnen für das, was in den unteren Etagen los ist.

>> Martin Wehrle; Ich arbeite in einem Irrenhaus

2. Susan Levermann: Der entspannte Weg zum Reichtum, Hanser

Ein verführerisches Buch. Und eine Aufforderung, sich um das hart verdiente Geld einige Gedanken zu machen. Reichtum fand die Autorin, eine ausgezeichnete Fondsmanagerin, nicht an der Börse, sondern durch ihren persönlichen Rückzug aus dem Finanzsektor. Aus diesem gesunden Abstand heraus hat sie ein Buch verfasst, das Einsteigern gut lesbar die Grundlagen der Geldanlage beibringt. Jenseits der Gier nach immer mehr und der Gewinne um jeden Preis. Anlageberatung, die auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird.

>> Susan Levermann; Der entspannte Weg zum Reichtum

3. Spencer Johnson: Die Mäuse-Strategie für Manager, Ariston

Das Buch ist in zwei bis drei Stunden gelesen. Es geht um Käse. Und um Mäuse. Und um die Erkenntnis, dass es manchmal lohnenswert ist, ausgetretene Pfade zu verlassen. Eine Business-Fabel, die, ähnlich wie Kotters „Pinguin-Prinzip“, die emotionale und intellektuelle Bereitschaft für Wandel fördert oder zumindest fördern soll. Man kann die Nase rümpfen. Aber offensichtlich hat Johnson hier einen Ton getroffen, der vielen mehr sagt, als manches abstrakte Werk über Change-Management.

>> Spencer Johnson; Die Mäuse-Strategie für Manager

4. Norbert Häring: Markt und Macht, Schäffer Poeschel

Ökonomische Theorie ist nur Schattenboxen – weil sie „Macht“ als wesentlichen Faktor völlig ausblendet und stattdessen lieber von freien Märkten und bestens informierten Marktteilnehmern ausgeht. Doch diese quasi-ökonomischen Erklärungsmuster dienen zu nichts anderem, als dazu, die dahinter liegenden Machtverhältnisse zu verschleiern Die Thesen Norbert Härings sind gewagt. Aber wer liest, was er hier akribisch auflistet, wird ihm am Ende zustimmen. Ein wichtiges Buch.

>> Norbert Häring; Markt und Macht

5. Claudia Hilker: Social Media für Unternehmer, Linde

Das praktische Einsteigerbuch für kleine und mittlere Unternehmen, für Freiberufler und für Selbstständige. Claudia Hilker erklärt die Funktionsweise, den Sinn und den Nutzen der Sozialen Medien. Das Buch ist für Leute geschrieben, die sich bisher dem Thema nur mit spitzen Fingern genähert haben. Und jetzt merken, dass sie so langsam abgehängt werden, wenn sie sich nicht kundig machen. Facebook, Twitter und Konsorten sind Orte, an denen sich Kunden aufhalten. Unternehmer sollten diese Orte kennen.

>> Claudia Hilker; Social Media für Unternehmer

6. Peter D. Schiff, Andrew J. Schiff: Wie eine Volkswirtschaft wächst …, Börsenmedien AG

Herrlich einfach skizzieren die beiden Brüder die Entstehung, Funktion und Wirkung des Finanzsektors. Und zwar als Funktion der Wirtschaft und der Unternehmen. Das Buch war ein enormer Erfolg in den USA, es wurde mit dem International Book-Award ausgezeichnet und liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor. Die Geschichte beginnt mit drei Männern, die auf einer Insel davon leben, tagtäglich einen Fisch zu fangen. Bis irgendwann einer anfängt ein Netz zu bauen. Nach und nach diversifiziert das kleine Inselvölkchen, entwickelt Kredite, gründet eine Bank, vergibt Darlehen und entschließt sich schließlich zur Einrichtung einer Gemeinverwaltung, also eines Staates. Und der Schlamassel beginnt.

>> Peter D. Schiff, Andrew J. Schiff; Wie eine Volkswirtschaft wächst …

7. Volker Kitz, Manuel Tusch: Ich will so werden, wie ich bin, Campus

Je mehr Möglichkeiten die Gesellschaft dem Einzelnen bietet, desto größer wird die oft als Zwang empfundene Aufgabe, seinen Platz zu finden, zu erkennen, was im Leben wirklich zählt. Die beiden Autoren haben nach ihrem Bestseller „Frustjobkillerbuch“ schnell nachgelegt und graben nun eine Ebene tiefer. Nicht mehr der befriedigende Job steht im Mittelpunkt, sondern das befriedigende Leben. Dass sie nicht allzu viel Neues herbeizaubern, liegt in der Natur der Sache. Dennoch lesenswert, wie sie die Zwänge der heutigen Arbeitswelt skizzieren und Wege aufzeigen, den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu leben.

>> Volker Kitz, Manuel Tusch; Ich will so werden, wie ich bin

8. Bernhard Moestl: Die 13 Siegel der Macht

Über Macht wird nicht viel gesprochen. Dennoch sind Machtmotive und Machtstrategien entscheidend dafür, wer nach oben kommt und wer unten bleibt. Umso wichtiger, sich mit den einzelnen Strategien der Macht auseinander zu setzen. Denn nur so können wir Macht bewusst einsetzen – oder bewusst gegensteuern. Bernhard Moestl zeigt in leichtem Erzählton, wie wir Macht erkennen und anwenden. Das Buch ist zugespitzt auf die Situation von Führungskräften. Denn sie befinden sich, ob sie es wollen oder nicht, immer mitten drin in einem Machtspiel.

>> Bernhard Moestl; Die 13 Siegel der Macht

9. Peter M. Senge: Die fünfte Disziplin

Endlich neu aufgelegt. „Unsere Unfähigkeit, die zunehmend komplexen Systeme der Welt zu begreifen und zu handhaben, bildet die Hauptursache der meisten Menschheitsprobleme.“ Diese Grundüberzeugung war der Ausgangspunkt für Peter M. Senges Entwurf eines neuen Management-Denkens. „Die fünfte Disziplin“ ist 1990 zum ersten Mal erschienen und längst zum Klassiker avanciert. Peter M. Senge prägte hier den Begriff und das Prinzip der „Lernenden Organisation“. Er sieht darin Unternehmen nicht als Cash-Cows, die sich und anderen früher oder später selbst das Wasser abgraben. Vielmehr gibt er Unternehmen die Werkzeuge an die Hand, sich zu entwickeln und als Bestandteil des Ganzen zu erkennen.

>> Peter M. Senge; Die fünfte Disziplin

10. Bernd Reutemann: Service-Kamasutra, Haufe

Bernd Reutemann ist als Hotelier gelernter Service-Spezialist. Und weil er überaus gut bei seinen Gästen ankommt, hat er inzwischen ein zweites Standbein entwickelt. Als Serviceberater zeigt er jetzt auch anderen, auf was es ankommt. Besonders wird das Buch aber, weil Reutemann den Neuromarketing-Ansatz des ebenfalls im Haufe Verlag publizierenden Hans-Georg Häusel integriert. Das schafft wertvolle Einsichten und umsetzbare Anregungen für alle, die mit Kunden zu tun haben.

>> Bernd Reutemann; Service-Kamasutra

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