So erkennen Sie, wie Ihre Mitarbeiter ticken

Konflikte mit Mitarbeitern und Vorgesetzten sind selten das Resultat widersprüchlicher Sachpositionen. Häufiger basieren sie auf unterschiedlichen Kommunikationsstilen und Erwartungen. Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse von „Führen mit dem DISG Persönlichkeitsprofil“. Autor Georg Dauth zeigt, wie das DISG-Prinzip im Führungsalltag umgesetzt werden kann Und wie Führungskräfte lernen, ihre Mitarbeiter besser einzuschätzen und systematisch zu fördern. Ganz nebenbei taugt die Beschäftigung mit diesem Buch auch vorzüglich dazu, sich selbst besser kennen zu lernen.

Jeder ist anders. Aber manche sind zumindest ähnlich.

DISG ist ein Akronym für „dominant“, initiativ“, „stetig“ und „gewissenhaft“. Das sind die Oberbegriffe für vier Persönlichkeitstypen, die in Rein- und auch Mischformen in jedem Unternehmen zu finden sind und sich durch jeweils ähnliche Verhaltensweisen auszeichnen. Dauth grenzt die vier Modelltypen sehr genau voneinander ab, zeigt, welche Stärken und Schwächen sie ausmachen und wie sie auf Belastungen reagieren. Der „Dominante“ etwa ist kopfgesteuert, entschlossen, risikofreudig und ein Freund klarer Worte. Der „initiative Typ“ zeichnet sich durch Begeisterungsfähigkeit aus, durch hohe soziale Kompetenz aber auch Defizite in der Konfliktbewältigung. Den Wunsch nach Anpassung verbindet den „Stetigen“ und den „Gewissenhaften“. Allerdings ist der stetige Mitarbeiter feinfühliger und aufgeschlossener, der Gewissenhafte dagegen analytisch und ausdauernd.

Mögen die Unterschiede der vier Modelltypen noch so groß sein, ein „gut“ und „schlecht“ gibt es nicht. Jeder der vier Typen übernimmt in einem Team aufgrund seiner Stärken wichtige Funktionen zur Zielerreichung.

Besser motivieren und Konflikte schneller lösen

Das Wissen um die Persönlichkeit Ihres Gegenübers können Sie sofort gewinnbringend für die Ziele Ihrer Abteilung und Ihres Unternehmens umsetzen: So rät Dauth Abteilungsleitern im Umgang mit „Dominanten“: „Nutzen Sie seine Vorliebe für hohes Tempo und vertrauen Sie ihm bevorzugt herausfordernde Projekte an, die schnelle Ergebnisse erfordern. Lassen Sie ihn nach dem Gespräch von der Leine, und er wird für Sie rennen.“ Bei Konfliktgesprächen mit dem „initiativen Typ“ sollten Sie dagegen Härte demonstrieren: „Legen Sie den Finger in die Wunde und lassen Sie sich nicht beirren, wenn ihr Mitarbeiter zurückzuckt“, empfiehlt der Autor.

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Brandneu ist das Konzept nicht. Die jahrhundertalte, griechische Temperamentlehre unterschied bereits zwischen ähnlichen Persönlichkeitstypen, wenn auch mit anderen Begriffen. DISG aktualisiert diese Schablone und findet zahlreiche, gültige Bezugspunkte zum aktuellen Businessalltag, die wir gerne annehmen. Denn Chefs, die wissen, wie ihre Mitarbeiter denken und fühlen, sind eher in der Lage, diese im direkten Dialog zu „packen“. Das heißt: Motivation fördern, für neue Projekte begeistern, Aufgaben und Verantwortlichkeiten verteilen und auch Lösungen bei Konflikten einleiten.

Managementbuch.de-Fazit: „Führen mit dem DISG Persönlichkeitsprofil“ wendet sich an empathische Chefs, die ihre Mitarbeiter nicht nur anleiten, sondern verstehen und fördern möchten. Ihnen bietet dieses Buch wertvolle Anregungen für einen gesünderen Dialog innerhalb ihrer Abteilung.

 

Oliver Ibelshäuser, www.Rote-Reiter.de

Georg Dauth: Führen mit dem DISG Persönlichkeitsprofil. Gabal 2012

mehr Infos zum Buch: „Führen mit dem DISG-Persönlichkeitsprofil“ bei Managementbuch.de

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