Zehn Regeln, um eine frustrierte Abteilung wieder auf Vordermann zu bringen

Das Leben ist wie eine Busfahrt. Die einen sitzen am Steuer, die anderen fahren mit. Und wer selbst am Steuer sitzt, hat mit denen zu kämpfen, die auf der Rückbank nörgeln, mit denen, die lieber woanders hin wollen und mit den Zynikern, die genüsslich auf den Augenblick warten, in dem alle an die Wand fahren. Jon Gordon, erfolgreicher Coach und Bestsellerautor, wählt das Busfahren als Metapher dafür, Mitarbeiter für das Mit-arbeiten zu gewinnen. Das gelingt ihm herrlich einfach. In „Der Energy Bus“ zeigt er, was Führungskräfte tun müssen, um volle Kraft vorauszufahren. Das sind im Wesentlichen zwei Dinge: Positive Energie tanken. Und negative Energie abstellen.

Einfaches Strickmuster, große Wirkung

Es ist sicherlich nicht das erste Buch zum Thema „Führen mit positiver Energie“. Aber eines, das in der Manier des Storytelling einige Grundregeln des Führens (und des Lebens) gut auf den Punkt bringt. Im Mittelpunkt steht der Abteilungsleiter George. Sein Laden besteht aus einem Haufen unmotivierter Leute, die nicht das geringste Interesse daran haben, die bevorstehende, entscheidende Präsentation zu gewinnen. George ist mit sich, mit der Familie und mit der Welt am Ende. Dann kommt, zwei Wochen vor der Präsentation, auch noch eine Reifenpanne dazu. Sie zwingt George, zehn Tage lang mit dem Bus zur Arbeit zu fahren. Und diese zehn Tage bringen die Wende. Denn es ist ausgerechnet die Busfahrerin Joy, die ihm jeden Tag eine wichtige Regel einbläut. Einfaches Strickmuster, gute Wirkung. Das liegt auch daran, dass der Autor Jon Gordon aus dem Vollen schöpft, wenn er die Situation des Abteilungsleiters George lebensecht schildert.

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Wie man Energie-Vampire kaltstellt

Wer in der folgenden kleinen Kostprobe seinen Arbeitsalltag wieder erkennt, ist mit diesem Buch bestens bedient: In einer Sequenz bringt George endlich den Mumm auf, einen seiner destruktiven Mitarbeiter auf sein Verhalten anzusprechen und eine deutliche Änderung anzumahnen. Die Antwort des Mitarbeiters: „Machen Sie Witze? … Der Einzige, der hier destruktiv ist, sind Sie. Die Probleme, die wir haben, liegen nicht an mir. Die resultieren daraus, dass Sie nicht führen können. Den Schuh zieh ich mir nicht an. Suchen Sie den schwarzen Peter mal lieber bei sich …“ Energie-Vampir nennt Gordon diese Typen. Und er sagt, was mit ihnen zu tun ist.

Ein Fahrplan für die Lebensreise

Die Quintessenz des Buches fasst Jon Gordon in zehn Regeln zusammen, die für sich genommen schon anregend sind, die aber im Buch „Der Energy Bus“ schön einprägsam entfaltet werden: 1. Sie sind der Fahrer Ihres Busses. (Eine Selbstverständlichkeit, die man sich nicht oft genug vor Augen führen kann!) 2. Wunsch, Vision und Fokus steuern Ihren Bus in die richtige Richtung. 3. Befeuern Sie Ihre Fahrt mit positiver Energie. 4. Sagen Sie Ihren Mitfahrern, wohin die Reise geht. 5. Verschwenden Sie Ihre Energie nicht an Leute, die nicht in Ihren Bus einsteigen. (Die meisten tun das Gegenteil und vernachlässigen stattdessen die Power-Mitarbeiter!) 6. Energie-Vampire müssen draußen bleiben. 7. Mit Enthusiasmus kommt man weiter. 8. Liebe deine Fahrgäste. 9. Fahre sinn- und zielbestimmt. 10. Hab Spaß und genieße die Fahrt.

Hoffentlich sitzen Sie im richtigen Bus

Managementbuch.de – Fazit: Ideale Urlaubslektüre, um mit sicherem Abstand einige Dinge Revue passieren zu lassen. Das Buch unterhält, regt an und rückt neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten in den Blickpunkt. Sehr gut geeignet für alle Führungskräfte. Gerade weil es den Blick über die berühmten „Führungswerkzeuge“ hinaus richtet und die positiven wie negativen Emotionen in den Blick nimmt. Und dazu stellt es fast nebenbei die wesentliche Frage: „Sitzen Sie im richtigen Bus?“

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Wolfgang Hanfstein, www.Roter-Reiter.de

 

Jon Gordon: Der Energy Bus. Wiley Verlag.

mehr Infos zum Buch: „Der Energy-Bus“ bei Managementbuch.de

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