So immunisiert man Unternehmen gegen wirtschaftskriminelles Handeln

Die Autoren dieses hochkarätigen Sammelbandes beziffern den Anteil der von Wirtschaftskriminalität betroffenen Unternehmen auf 73%! Grund genug, das eigene Unternehmen zu durchleuchten. Die Autoren, allesamt erfahrene Experten, zeigen, wie Sie Ihr Unternehmen durch die richtige Kombination aus Prävention und Kontrolle schützen. Dass es sich dabei keinesfalls um „nice to have“ sondern um „musts“ handelt, beschreiben die Autoren im ersten Teil des Buches. Hier zeigen sie, warum Compliance Management heute auch über den wirtschaftlichen Erfolg entscheidet. Ein guter Einblick in das Thema und die wichtigsten Aufgaben, die sich daraus für Unternehmen ableiten.

Willkommen im Horrorkabinett der Wirtschaftskriminalität

Der zweite Teil des Buches ist ein Gang durch das Horrorkabinett der Wirtschaftskriminalität. Zahlreiche Fallbeispiele (die meisten mit Klarnamen dargestellt!) zeigen, wie vielfältig die Angriffspunkte sind. Da gibt es den Geschäftsführer, der sich mit wenigen Verbündeten oder allein an die groß angelegte Bilanzmanipulation macht. Oder die Leiterin des Rechnungswesens, die im Laufe von zehn Jahren 5 Mio. Euro „abzweigt“. Oder den Lagerarbeiter, der die Nachtschicht nutzte, um palettenweise Energydrinks zu stehlen.

Kriminalität kann man nicht verbieten. Aber man kann die Folgen mildern.

Solches Verhalten lässt sich natürlich nicht per Dekret ändern. Aber es macht schon einen Unterschied, welche Kontrollmechanismen im Unternehmen existieren und wie schnell Ungereimtheiten in der Buchhaltung aufgedeckt werden. Klar, früher oder später kommt alles, oder zumindest viel, ans Licht. Nur ist „später“ oft „zu spät“.

Insolvenzverschleppung ist Straftat Nummer 1

An der Spitze der häufigsten Straftaten in Unternehmen sehen die Autoren allerdings das Thema „Insolvenzverschleppung“. Es wird in diesem Buch besonders ausführlich behandelt. Gerade für Geschäftsführer ist Insolvenz und Insolvenzverschleppung ein heikles Thema, scheint die Einschätzung der unternehmerischen Zukunft doch mit viel Ermessensspielraum ausgestattet (und die Hoffnung des Unternehmers stirbt definitiv zuletzt). Das ist aber, und das machen die Autoren um Michael Harz und Raimund Weyand klar, nicht der Fall. Wer gegen das Insolvenzrecht verstößt, steht schnell als Betrüger da.

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Konkret und auf den Punkt gebracht

Roter-Reiter.de – Empfehlung: „Mit Compliance Wirtschaftskriminalität vermeiden“ stellt die häufigsten Straftaten in Unternehmen vor. Betrug, Daten- und Computerkriminalität, Korruption, Diebstahl und Unterschlagung, Untreue, Steuerbetrug und Insolvenzverschleppung heißen die Themen. Damit werden Verantwortliche in den Unternehmen sensibilisiert und angeleitet, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Sehr eindringlich und praxisnah geschrieben.

Wolfgang Hanfstein, www.Roter-Reiter.de

 

 

Harz, Weyand, Reiter: Mit Compliance Wirtschaftskriminalität vermeiden. Schäffer Poeschel.

mehr Infos zum Buch: „Mit Compliance Wirtschaftskriminalität vermeiden“ bei Managementbuch.de

 

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