Eine kleine knallbunte Kulturgeschichte des Geldes

Wussten Sie, dass sowohl das deutsche Wort „Geld“ in seiner ursprünglichen angelsächsischen Bedeutung soviel wie Opfer oder Tribut bedeutet, genauso wie das aus dem griechischen stammende Obolus? Nicht zufällig gibt es so viele sprachliche Anleihen der Geldwirtschaft aus der Religion. Denken Sie nur an die Schuld und die Schulden, an den Erlös und die Erlösung oder auch an den Kredit und das Credo. Und nicht umsonst steht der Satz „In God We Trust“ auf jeder Dollarnote, der heute wichtigsten Währung der Welt.

Geld ist Glaubenssache

Die Geldwirtschaft ist nicht nur in den Tempeln der Antike entstanden, sondern Geld ist auch eine Glaubenssache. Sein Wert beruht auf kollektivem Glauben, ohne ihn ist die Banknote nur ein Stück, wenn auch schön bedrucktes Papier und nicht mehr als ein schönes Versprechen, nämlich dass sie in Zukunft auch eingelöst werden kann. Aber nicht nur ein Blick in die Religionsgeschichte fördert überraschende Perspektiven auf unser wichtigstes Lebensmittel zu Tage: Uli Röhm, Redakteur des ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO hat mit seinem Buch eine Kulturgeschichte des Geldes im besten Sinn herausgegeben.

Von Bankräubern, Dagobert Duck und schönen Blüten

Autoren unterschiedlichster Profession gehen in ihren Beiträgen den Spuren des Geldes in der Literatur- und Kunstgeschichte ebenso nach wie im profanen Schlager, im Volksmärchen und im Witz. Und natürlich wird auch die Frage erörtert, wie hoch das Vermögen des bekanntesten Multimilliardärs der Weltgeschichte Dagobert Duck eigentlich ist. Ein Bankräuber gibt Auskunft über seine Profession und eine kleine Geschichte der Werbesprüche der deutschen Banken zeigt, dass es ein weiter Weg war von der ernsten Mahnung der Postbank „Sparen bringt Erfolg“ aus dem Jahr 1950 bis zu ihrer aktuellen Kampagne „Unterm Strich zähl ich“. Der Band ist grafisch aufwändig gemacht und reich bebildert, zu sehen sind neben vielem anderem die schönsten Blüten, die buntesten Spielautomaten, die schrillsten Sparbüchsen, die gigantischsten Bankentürme und das teuerste Kunstwerk der Welt: der brilliantenbesetzte Totenkopf des britischen Künstlers Damien Hirst, der für 50 Millionen Pfund über den Ladentisch ging. Roter-Reiter.de – Empfehlung, weil Uli Röhm eine faszinierende Geschichte des Geldes geglückt ist. P.S. „Geldgeschenke sind fantasielos. Vor allem kleine.“ (Werner Nitsch)

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Dr. Birgit Bosold, www.Roter-Reiter.de

 

Uli Röhm; Das große Buch vom Geld. Edition Braus

Mehr Informationen zu >> Das große Buch vom Geld auf Managementbuch.de

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