Guten Gewissens Geld verdienen

Ethisch und nachhaltig ausgerichtete Banken konnten sich im Krisenjahr 2011 über deutlich zweistellige Zuwächse ihrer Einlagen freuen. Nicht erst seit der Finanzkrise haben immer mehr Menschen Zweifel an unserem auf sinnlosem Wachstum bauenden Wirtschaftssystem und wollen wissen, was eigentlich mit ihrem Geld geschieht. In Europa hat sich das Volumen nachhaltig investierender Fonds seit 2008 fast verdoppelt. Die auf das Segment spezialisierte Research-Agentur oekom geht davon aus, dass heute schon mehr als 8 Billionen Euro in Nachhaltigkeits-Investments angelegt sind. Nachhaltigkeit liegt also im Trend.

Nachhaltig investieren rentiert sich

Sinnvoll ist dieser Trend aber nicht nur in Bezug auf eine stärkere Ausrichtung der Wirtschaft an ethischen und ökologischen Kriterien. Sinnvoll könnten sich diese Investments auch in Bezug auf die Ertragsseite erweisen. Denn die Wachstumsquellen der Zukunft werden andere sein als die der Vergangenheit. Themen wie der Umbau der Energieversorgung sind Megatrends und schon heute weisen Investments, die nachhaltige Kriterien beachten, nicht weniger Renditen auf als konventionelle.

Wie man an den Erträgen nachhaltig wirtschaftender Unternehmen partizipiert

Wolfgang Pinner, Leiter des Nachhaltigkeitsinvestments bei der österreichischen Assetmanagement-Gesellschaft ERSTE-SPARINVEST hat ein Buch vorgelegt, das ausführlich in die Fragen des nachhaltigen Investments einführt. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie Anleger und Anlegerinnen nachhaltig investieren können. Er beschäftigt sich nicht mit Einlagenkonten bei Banken, sondern konzentriert sich darauf, mit Wertpapieren an der Börse zu investieren, also an den Erträgen nachhaltig wirtschaftender Unternehmen zu partizipieren.

Auch Nachhaltigkeit kann man messen

Konkrete Anlagetipps gibt es auch, eine „Investorenlandkarte“ navigiert durch die unübersichtliche Landschaft und hilft dabei, ein eigenes individuelles Profil zu erstellen. Eine umfangreiche Liste nachhaltiger Investmentfonds ergänzt das Angebot. Allerdings fehlt dabei der Ausweis der Kosten. Denn die nachhaltig gemanagten Fonds weisen in etwa dieselben Kosten auf, wie herkömmlich verwaltende. Und die sind ziemlich hoch. Deshalb gewinnen auch in diesem Segment kostengünstige Indexfonds an Bedeutung. Die werden zwar genannt, hätten aber durchaus eine Hervorhebung verdient. Interessant ist das Buch auf jeden Fall für alle, die wissen wollen, wie genau ein nachhaltiger Investmentprozess verläuft, was eine Nachhaltigkeitsanalyse ist und mit welchen Methoden die Nachhaltigkeit eines Unternehmens gemessen werden kann. Und wie man mit diesem Wissen gute Renditen erzielt.

Lesen Sie auch!
Gut, um sich an die wichtigen Dinge des Lebens heranzutasten

Dr. Birgit Bosold, www.Roter-Reiter.de

 

Wolfgang Pinner „Nachhaltig investieren und gewinnen“. Linde Verlag 2012

Mehr Informationen zu >> „Nachhaltig investieren und gewinnen“ auf Managementbuch.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*