Handeln statt grübeln

Der Job ist schon anstrengend genug. Wer dann noch in eine persönliche Krise rutscht oder mit ansieht, wie die Partnerbeziehung tiefe Risse bekommt, ist nicht zu beneiden. Was tun? Der Psychologe und Bestsellerautor Bill O`Hanlon rät Ihnen: „Probiers mal anders!“.

In einer Krise neigen wir dazu, alles schwarz zu sehen, ungünstige Entwicklungen auf alle Ewigkeit fortzuschreiben und das Schlimmste zu erwarten. Die perfekte Voraussetzung dafür, dass es auch tatsächlich so kommt. Denn statt das Steuer herumzureißen, grübeln wir. Aber wie Bill O`Hanlon richtig sagt, ist es „idiotisch, immer wieder dasselbe zu tun und trotzdem andere Ergebnisse zu erwarten“.

„Lösungsorientiert denken und handeln“ heißt deshalb die Vorgehensweise, die der Psychologe uns ans Herz legt. Grübeln Sie nicht in der Vergangenheit nach Erklärungen, sondern suchen Sie nach Lösungen für die Zukunft. Dabei kann es schon helfen, Routinen über Bord zu werfen und ganz alltägliche Dinge einmal ganz anders zu machen. So werden wir offen für neue Sichtweisen und neue Erlebnisse.

„Woher kommt das Problem, wie kann ich es erklären?“ Diese in der Psychologie gängigen Fragen interessieren O`Hanlon überhaupt nicht. Ihn interessiert einzig die Frage, „wovon hält mich dieses Problem ab?“. Das erfordert eine völlig andere Herangehensweise an das Problem, nämlich die Auseinandersetzung mit der Zukunft. Doch gerade die rückt in der Krise immer weiter aus dem Blick. Grund genug für Bill O`Hanlon, der Entwicklung einer umsetzbaren Zukunftsvision Raum zu geben. Denn „wie soll Ihr Traum in Erfüllung gehen, wenn Sie gar keinen haben“, fragt er zu Recht.

Und dann heißt es: handlungsorientiert vorgehen. Also kritisieren Sie Ihren Partner nicht pauschal nach dem Motto „Du bist genau wie Deine Mutter“. Sagen Sie stattdessen genau, was Sie in diesem Moment stört und was Sie genau jetzt von Ihrem Partner erwarten (Bitte lass mich noch 20 Minuten Zeitung lesen, dann graben wir den Garten um). Oder überlisten Sie sich selbst: Bevor Sie das nächste Mal vom Heißhunger gepackt an den Kühlschrank gehen, ziehen Sie zum Beispiel Ihre besten Schuhe an. Das kann den Impuls stoppen, weil Sie damit Suchtroutinen unterbrechen. Was sich zum Teil verrückt anhört, sind die Erkenntnisse aus vielen Jahren systemischer Therapie und Theorie, die mit verblüffenden Methoden außergewöhnliche Ergebnisse erzielt. Es ist das Verdienst Bill O`Hanlons, den Lesern in diesem unkomplizierten und unterhaltsamen Buch einen anderen Blick auf die Realität zu eröffnen. Und dabei zu helfen, die Realität neu und besser zu gestalten.

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Wolfgang Hanfstein, www.Roter-Reiter.de

 

Bill O’Hanlon: Probiers mal anders! Zehn Strategien, die Ihr Leben verändern. Auer-System-Verlag

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