Über die eigene Rolle im falschen Film

Die Welt, wie wir sie wahrnehmen und begreifen, ist pure Illusion. Wir unterliegen Trugbildern, die uns andere aufzwingen oder die wir selbst konstruieren. Mit der Wirklichkeit hat das nicht viel zu tun. Diese kühne These vertritt Manfred Lütz in seinem Buch „Bluff!“. „Und die Behauptung dieses Buches ist, dass wir alle, ob wir wollen oder nicht, weitgehend auch in einer künstlichen Welt leben, mit der wir uns arrangiert haben, die wir mit den Jahren für die einzig wahre halten, und die wir aus Gewohnheit oder aus Angst vor dem Unbekannten nicht aufgeben wollen.“

Eine der ältesten philosophischen Fragestellungen in neuem Licht

Aus den Blickwinkeln der Psychologie, Philosophie und häufiger der Theologie geht Lütz systematisch der Frage nach, warum wir in dieser Schein-Wirklichkeit (noch) gefangen sind. Und wie wir den Bluff schlussendlich auch auffliegen lassen können, wenn wir unsere Gefühle und Wahrnehmungen für das Außergewöhnliche im gewöhnlichen Alltag öffnen: Freude, Liebe, Kunst und Glaube. „Existenzielle Erfahrung kann man nicht absichtlich produzieren. So etwas ereignet sich. Das ist mit der Liebe so und auch mit Erfahrung Gottes.“

Roter-Reiter.de-Fazit: Lütz geht eine der ältesten philosophischen Fragestellungen mit frischen Ideen an. In schnörkelloser Sprache formuliert er seine Sichtweise, die nicht immer geteilt werden muss, aber garantiert zu einer spannenden Auseinandersetzung mit dem eigenen Weltbild führt.

Oliver Ibelshäuser, www.Roter-Reiter.de

 

Manfred Lütz; Bluff. Die Fälschung der Welt. Droemer Knaur 2012

Mehr Informationen zu „Bluff. Die Fälschung der Welt“  auf Managementbuch.de

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