Sind Sie Falke oder Taube im Umgang mit anderen?

Fühlen Sie sich immer wieder ausgenutzt oder über den Tisch gezogen? Haben Sie das Gefühl, sich und Ihre Leistungen schlechter zu verkaufen, als andere das können? Oder gehören Sie zu den Menschen, die andere immer wieder vor den Kopf stoßen und sich mit Ihrer Durchsetzungsstärke nicht nur Freunde machen?

Warum gibt es Gewinner und Verlierer?

In „Wie du mir“ können Sie interessante Einsichten gewinnen, wie viel „Taube“ und wie viel „Falke“ in Ihnen steckt. Vor allem aber, wie sich das auf die Beziehungen zu Ihren Mitmenschen auswirkt und damit unmittelbar auf Glück und Erfolg in Ihrem Leben. Claudia Szczesny-Friedmann, deren Leidenschaft als Soziologin und Psychologin die Evolutionspsychologie ist, interessiert die Frage, warum manche Menschen eher als Gewinner durchs Leben gehen und andere eher als Verlierer. Die einen sind zuversichtlich, die anderen eher verzagt. Die einen suchen Kooperation, die anderen den Angriff. Die einen fühlen sich oft übervorteilt und ausgenutzt, die anderen machen ihre Mitmenschen zum Werkzeug eigener Interessen.

Die einen machen sich Freunde, die anderen kriegen, was sie wollen

Natürlich ist kein Mensch in Reinform „Taube“ oder „Falke“, aber unser Verhalten zeigt eine eindeutige Tendenz in eine der beiden Richtungen. Und beide Verhaltensweisen bringen Vorteile genauso wie Nachteile mit sich. Die Taube wird sich z.B. mit ihrem interaktiven Stil nicht so viele Feinde machen, der Falke wird seine Ziele kompromissloser verfolgen. Überwiegen aber die persönlich erfahrenen Nachteile des eigenen Stils im Umgang mit anderen, dann wird es Zeit, bewusst gegenzusteuern. Dass wir auf unsere Verhaltensweisen für immer festgelegt sind, ist eine Mär, sagt die Autorin. Heute wissen wir, dass das Gehirn seine Struktur unaufhörlich verändert und wir diesen Prozess aktiv mit gestalten können. Wenn Erfolg aus evolutionspsychologischer Sicht also vor allem sozialer Erfolg ist, dann kann es für die Tauben sinnvoll sein, von den Strategien der Falken zu lernen, und die Falken tun gut daran, sich etwas von den Tauben abzuschauen.

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Falken und Tauben können viel voneinander lernen

Tauben könnten von den Falken z.B. lernen, nicht immer die Wahrheit zu sagen, sondern sie auch einmal auszuschmücken; sie könnten lernen, sich zu nehmen, was sie brauchen; nicht nur Gutes zu tun, sondern auch darüber zu reden; und sich nicht alles gefallen zu lassen.Falken könnten von den Tauben lernen, andere mitspielen zu lassen, sich auch mal zurück zu halten, andere zu verstehen und Bescheidenheit auch als eine Zier anzusehen. Am Ende des Weges liegt das Glück, das dann eintritt, wenn wir einmal weder von Angst noch von Ehrgeiz getrieben sind und diese Momente mit anderen teilen können.

Britta Kroker, www.Roter-Reiter.de

 

Link zum Buch: Claudia Szczesny-Friedmann: Wie Du mir: Zu Risiken und Nebenwirkungen im Umgang mit Menschen, Scoventa Verlagsges. mbH 2009

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