Raus aus dem Knast, rein ins Leben!

19964404_19964404_xlAuch wenn der Titel „Die Fuck it-Lösung“ einen locker-ironischen Lebensratgeber vermuten lässt (und das ist er auch!), müssen Sie zunächst viel Knast-Luft schnuppern, bevor Sie sich über den Ausbruch in die (neue) Freiheit freuen dürfen. Gleich auf den ersten Seiten besucht Sie Autor John C. Parker in Ihrer Zelle. Er geht mit Ihnen die Liste der „Verbrechen“ durch, die Sie meist an sich selbst, (selten auch an Ihren Mitmenschen) begangen haben. Und schmiedet mit Ihnen Fluchtpläne: „Fuck it kann uns helfen, daraus auszubrechen.“

„Fuck it“ ist ein neues Lebensgefühl

„Fuck it“ ist umgangssprachlich (besser: derbrhetorisch) ein Ausruf für „Mist“ oder auch „scheißegal“. Und genau so ist es auch vom Autor gemeint. Er weitet die Bedeutung von „Fuck-it“ aber auf ein ganzheitliches Lebensgefühl aus, das mehr Gelassenheit, mehr Optimismus und mehr Selbstvertrauen impliziert: „Wir tragen an der Last der Vergangenheit, machen uns Sorgen um die Zukunft und verpassen die Gegenwart.“

Aus welcher Zelle wollen Sie ausbrechen?

Die Gefängnis-Metapher ist gut gewählt, um eindringlich zu zeigen, welche Fußketten wir im Alltag klaglos hinter uns her schleifen. Grundlose Ängste gehören dazu, selbst auferlegte Zwänge, auch Mut- und Phantasielosigkeit. „Wir verbringen so viel Zeit und Energie damit, uns Sorgen um Dinge zu machen, dass wir nicht mehr genug Zeit und Energie für Dinge haben, die ganz offensichtliche eine Rolle spielen.“ Eben jene Zeit- und Energiefresser vergleicht Parkin mit den Einheiten eines Gefängnisses. Ein Knast, in dem wir uns vielleicht sogar nett eingerichtet haben, der aber trotz allem ein Knast bleibt. Das Ziel muss lauten, diese Mauern einzureißen „und die Methode, Freiheit zu finden, nennt sich Fuck it-Lösung.“

Sich in der Freiheit neu einrichten

Mal in konkreten Denkaufgaben, dann wieder anhand kleiner Analogien zeigt der Autor, wie aus dem Traum vom Glück ein gangbarer Weg wird. Zum Beispiel, wenn es um Ziele und Wünsche geht, hilft die „Erkenntnis, dass Sie mit dem glücklich sein können, was Sie haben, aber trotzdem gleichzeitig noch etwas anderes haben wollen.“ An vielen Stellen blitzt feiner Humor durch, beispielsweise wenn Parkin seine Rezepte gegen Traurigkeit einstreut: „Man öffne ein Excel-Spreadsheet und spiele ein wenig damit herum. Innerhalb einer Minute wird sich die Stimmung aufhellen.“ Glaube ich aus Erfahrung nicht. Aber der Rest des Buches ist prima – auch das sage ich aus Erfahrung!

Roter Reiter Fazit: „Fuck it, ich habe mir einen Porsche gekauft“ heißt es an einer Stelle in dem Buch. Dieser Satz fasst den Kern der „Fuck-it-Philosophie“ wunderbar zusammen. Sie können ganz neue Türen in Ihrem Leben aufstoßen – im Privatleben, im Berufsleben und der Wahl des Autos sowieso. Aber bitte nicht leise, sondern mit einem beherzten „Fuck it“ auf den Lippen. Parkin hat die Anleitung dazu geschrieben.

Buch-Rezension: Oliver Ibelshäuser, www.Roter-reiter.de

Buchempfehlung: John C. Parkin: „Die Fuck it-Lösung“; Ariston 2013

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