Gender Mainstreaming als Erfolgsmodell für das Personal-Management

Vollbildaufzeichnung 02.08.2013 115537.bmpKein Geheimnis: Noch immer besitzen Frauen in Deutschland nicht die gleichen Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten wie Männer. Die Verantwortung dafür auf die Politik abzuschieben und auf Quotenregelungen zu hoffen, hilft nicht weiter. Das Ungleichgewicht hat gesellschaftliche Ursachen. Sie als Unternehmer oder Verantwortliche im Personal-Management können in kleinen Schritten dazu beitragen, das Gefälle in den beruflichen Perspektiven von Mann und Frau zu verringern. Das zahlt sich langfristig aus, denn „die Belohnung ist ein offenes Arbeitsklima, das attraktiv für alle ist und mit QuerdenkerInnen und Qualitätsprozessen für Innovationen sorgen kann.“

Gleichstellung ist nicht nur ein Frauenthema, sondern eine Grundlage des Personalmanagements

In ihrem engagierten Buch „Erfolgsfaktor Gender Diversity“ zeigt Autorin Martine Herpes, über welche Maßnahmen und Instrumente das Personal-Management privatwirtschaftlicher Unternehmen die Chancengleichheit fördern kann und damit die eigene Wettbewerbsposition verbessern. Ganz wichtig dabei: Gender Mainstreaming meint weitaus mehr als Frauenförderung. Davon profitieren auch Männer, die Karriere und Erziehung nicht allein der Partnerin überlassen möchten. Aber noch immer sind Erziehungspausen für Männer klassische Fallstricke auf der Karriereleiter. Auch das ist ein Symptom der antiquierten Rollenverteilung in der Gesellschaft. Schluss damit, fordert Martine Herpes.

Gender Diversity Management umsetzen

Wer sein Unternehmen im Sinne einer geschlechterunabhängigen Chancengleichheit erneuern möchte, sollte zunächst den Stereotypen den Kampf ansagen. Zum Beispiel bei der der Vorstellung, dass „Top-Jobs lediglich mit einer 60-Stunden-Woche zu bewältigen sind“. Die Umsetzung einer Gender Diversity-Kultur erfordert mehrere Phasen und sollte in die kompletten Unternehmensprozesse – nicht nur ins Personalmanagement (!) – integriert werden. Und dabei nahtlos mit den Erfolgsfaktoren „Qualitätsmanagement“ und „technologischer Fortschritt“ zusammenspielen. Schritt für Schritt zeigt die Autorin, wie Sie „Basispraktiken“ (etwa „Verteilung von Funktionen, Gehalt, Verantwortung und Weiterbildung“) implementieren und den Fortschritt anhand verlässlicher Kennzahlen messen.

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Roter Reiter – Fazit: Mit „Erfolgsfaktor Gender Diversity“ legt Martine Herpes ein mutiges Plädoyer für eine neue, zeitgemäße Unternehmenskultur jenseits althergebrachter Rollen- und Verhaltensklischees vor. Geschäftsführer und Mitarbeiter im Personalmanagement, die das Buch lesen, profitieren von der Vielzahl praxisnaher Anweisungen und Instrumente.

Oliver Ibelshäuser, www.Roter-Reiter.de

Martine Herpes: „Erfolgsfaktor Gender Diversity“ Haufe 2013

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