Wie Führungskräfte den Kontrolletti in sich zähmen

20663486_20663486_xl„Ich rödle nur im Hamsterrad. Muss permanent erreichbar sein. Wenn ich nicht da bin, geht mein Laden den Bach runter.“ Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Ist die Katz aus dem Haus …“ Und, wenn Sie als Chef oder Führungskraft sich darin wiedererkennen, sollten Sie den Ratgeber von Bernd Geropp unbedingt lesen! Belohnt werden Sie mehrfach: Mit mehr Freizeit (vielleicht sogar einem mehrwöchigen Urlaub am Stück ohne schlechtes Gewissen), besseren Leistungen Ihrer Leute und einer höhere Motivation im ganzen Team!

Wenn die Mitarbeiter faule Säcke sind, ist der Chef vielleicht ein blöder Hund

Coach und Unternehmensberater Geropp klärt zunächst, wie sich Vorgesetzte ihre „Rockzipfel-Mannschaft“ durch den Kontrollwahn selbst „heranzüchten“. Misserfolge und persönliche Enttäuschungen sind dann vorprogrammiert: „Er ist der einzig Produktive, seine Leute allesamt faule Säcke.“ Geropp sieht darin eine „schizophrene Bevormundung“: Der Chef reißt alles an sich und beschwert sich über die Untätigkeit der anderen. Das kann nicht gut gehen.

Das Egospiel ein für alle Mal ausschalten (und faule Äpfel kompromisslos aussortieren)

Der Autor schildert anhand von Fallbeispielen und Turbo-Tipps, wie Teamleiter und CEOs die eingefahrenen Werte- und Arbeitsmuster aufgeben, und Verantwortung sinnvoll auf mehrere Köpfe verteilen. Startpunkt dafür ist eine gemeinschaftliche Vision, die das “Egospiel” ersetzt.

Hier die besten Tipps, wie Sie der Kapitän bleiben, aber künftig nicht mehr alleine, sondern mit Ihrem Team im Gleichklang rudern:

  1. Sorgen Sie dafür, dass die Wünsche, Ziele und Visionen zu Ihren Zielen, Wünschen und Visionen passen. Kommunizieren Sie Ihre Vision immer wieder neu.
  2. Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter passende Aufgaben bekommen.
  3. Geben Sie Ihren Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss – auch und gerade bei verantwortungsvollen Tätigkeiten. Kontrollieren Sie die vereinbarten Ziele erst zum fälligen Milestone-Termin, nicht vorher.
  4. Delegieren Sie Aufgaben und Projekte so, dass Sie das volle Commitment des betreffenden Mitarbeiters erhalten.
  5. Bei Problemen mit einzelnen Mitarbeitern sprechen Sie zunächst mit der Teamleitung – nicht mit dem Mitarbeiter. So stärken Sie die die Position Ihrer Führungskräfte, die Konflikte im eigenen Team selbst lösen können.
  6. Schaffen Sie eine Fehlerkultur, indem Sie cool bleiben, wenn es brennt und in keinem Fall nach unten durchgreifen.
  7. Lassen Sie Ihren Mitarbeitern Zeit und Raum für eigene Ideen, indem Sie sie bei Aufgaben und Problemen nicht sofort mit eigenen Lösungsvorschlägen konfrontieren.
  8. Ködern Sie Ihre Leute nicht mit höherem Gehalt oder Boni. Motivation können Sie nicht einkaufen. Wecken Sie die intrinsische Motivation, die jeder hat.
  9. Sortieren Sie faule Äpfel aus. Sie werden niemals restlos alle und jeden von Ihrer Vision überzeugen.
  10. Achten Sie bei Neueinstellungen darauf, dass der Bewerber in der Tätigkeit, die Sie ihm anbieten, einen Sinn sieht.

Roter Reiter-Fazit: „Ist die Katze aus dem Haus …“ zeigt eindringlich und praxisnah, dass Sie als Chef mehr von Ihren Leuten bekommen, wenn Sie selbst mehr abgeben: Vertrauen und Verantwortung. Der sehr gute Ratgeber hilft Ihnen Schritt für Schritt dabei.

Oliver Ibelshäuser, www.Roter-Reiter.de

Bernd Geropp: „Ist die Katze aus dem Haus…“ Redline 2013

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