Das Unternehmen ist tot, es lebe das Unternehmen

csm_9783593420554_c49f9dc0cdLisa Bodell  weckt große Unternehmen, deren einstige Innovationskraft der Lethargie des Alltags gewichen ist, aus dem Dornröschen-Schlaf. Nicht sanft, sondern mit der Brachialmethode. Unter dem Motto „Kill the Company“ stellt die Autorin außergewöhnliche Methoden und Management-Tools vor, die zu Neuerungen in den internen Abläufen, zu einer verbesserten Kommunikation und schlussendlich zu einer stärkeren Position am Markt führen. Grundlage dafür ist eine „durchdachte, risikotolerante Unternehmenskultur.“

Sterben und Wiedergeburt

Zunächst steht allerdings eine Beerdigung an. Die Ihres Unternehmens. „Um das Unternehmen von morgen zu schaffen, müssen Sie Schluss machen mit den schlechten Gewohnheiten, den Gettos und den Blockaden, die heute existieren. Deshalb müssen Sie zunächst das Unternehmen vernichten. Das ist wahrscheinlich das Innovativste, was eine Führungskraft tun kann“.

Zu der „Hinrichtung“ sind selbstverständlich auch Ihre Leute eingeladen. Wie beim Tyrannenmord der römischen Geschichte darf jeder Hand anlegen. Statt Dolch und Schwert gibt es Papier und Kugelschreiber. Notiert werden alle Schwächen, die die eigene Firma schon jetzt nicht mehr verbergen kann. Fehler, die von der Konkurrenz gnadenlos ausgenutzt werden können und Lücken in der Planung, die verheerende Folgen haben könnten. Erlaubt ist, was richtig draufhaut. Der Zweck dieser Übung? Die Blickrichtung ändern. Und danach Schritt für Schritt eine Kultur schaffen, in der Kritik erlaubt und Weiterdenken erwünscht ist. In der Innovation und Risikofreude keine leeren Worthülsen bleiben.

Der Meetingraum wird zur Partyzone

Ein Dutzend Killer-Tools stellt Ihnen Bodell vor, vielfach originelle Methoden, um „bürokratische Blockaden abzubauen“ und den kreativen Handlungsspielraum der Leute zu erweitern. Vom einfachen „Kill a stupid rule“ bis hin zur Innovationsparty mit Knabbergebäck und italienischem Rotwein. Eingeladen sind alle in Ihrem Team, rein kommt aber nur, wer Eintritt zahlt in Form eines schriftlich skizzierten Lösungsvorschlags zu einem der aktuellen Probleme. Klingt nach Abwechslung und Leidenschaft statt nach „Dienst nach Vorschrift“. Prost!

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Roter Reiter-Fazit: „Kill the Company“ ist der vielleicht beste Ratgeber für mutige Manager, die die verkrusteten Arbeitsabläufe im Unternehmen aufbrechen und den Ideenfluss der eigenen Leute wieder in Gang bringen möchten.

Oliver Ibelshäuser, www.Roter-Reiter.de

Lisa Bodell: „Kill the company“; Campus 2013

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