Marketing durch die Hintertür

Vollbildaufzeichnung 18.11.2013 102515.bmpMit dem Buch „Trojanisches Marketing II“ setzen die Autoren Roman Anlanger und Wolfgang A. Engel die Arbeit der ersten erfolgreichen Ausgabe fort – erweitert um neue Case Studies, Praxistipps, Checklisten und QR-Codes zum schnellen Auffinden relevanter Web-Inhalte. Die Grundprinzipien des Trojanischen Marketings und das Versprechen der Autoren („Verbindung von maximaler Kreativität mit minimalem Budget“) haben aber weiterhin Bestand.

Trojanisches Marketing öffnet den Weg zum Kunden durch die verborgene Hintertür: Ein „Objekt der Begierde“ wird „mit etwas anderem gefüllt oder verknüpft“, den Kunden untergejubelt und dann „das Geheimnis gelüftet“ mit dem Ziel, dass sich „Ihre Zielgruppe interessiert mit dem Neuen auseinandersetzt“.

Trink ’ne Coke…

Das klingt spektakulär und findet in den großen Kampagnen der Weltkonzerne längst Anwendung. Etwa, wenn der Kunde mehr erhält als ursprünglich erwartet oder ganz persönlich „abgeholt“ wird, wie beispielsweise derzeit bei den individualisierbaren Cola-Flaschen, die mit dem Namensdruck und dem Werbeslogan „Trink ’ne Coke mit …“ längst zum kultigen Sammelobjekt werden. Auch für Leute, die Zuckerbrause normalerweise nicht schätzen.

Die „Trojanische Toolbox“ ist aber auch für kleine Unternehmen mit direktem Kundenkontakt äußerst vielversprechend. Anlanger und Engel machen anhand zahlreicher Beispiele und Ideensammlungen deutlich, wie Sie auch in Ihrer Firma mehr Kundenbindung erreichen: Nutzen Sie saisonale oder temporäre Anlässe, notfalls selbst das schlechte Wetter oder Niederlagen der deutschen Nationalmannschaft, für einen ironisch-verspielten Seitenhieb (so lange der Weg zu Ihrem Angebot nicht zu weit wird). Denn „Happiness-Marketing macht Kunden glücklich.“ Der Autovermieter Sixt macht regelmäßig vor, wie das funktionieren kann.

Marketing im Pizzakarton

Lassen Sie die Innenseite der Kartons des örtlichen Pizzadienstes mit Ihren Markenbotschaften drucken. Setzen Sie auf unverbrauchte Testimonials. Locken Sie Ihre Zielgruppe mit unwiderstehlichen Gratisversprechen! Wie beispielsweise die Postbank, die bei Abschluss eines „Fohlen-Kontos“ eine Visa-Karte mit Vereinswappen und das Trikot des sympathischen Vereins Borussia Mönchengladbach drauflegt. Die Ideen sind nahezu unerschöpflich, und das Buch bietet zahllose gute Anregungen.

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Netter Running Gag: „Trojanisches Marketing II“ ist gespickt mit kleinen Zauber- und Taschenspielertricks, die nicht nur unter den Kollegen für Heiterkeit sorgen, sondern auch bei dem einen oder anderen steifen Kundentermin sehr schnell das Eis brechen können

Management Journal – Fazit: „Trojanisches Marketing II“ ist ein spannender und inspirierender Streifzug durch die Geheimnisse erfolgreicher Marketing-Strategien und Werbe-Taktiken. Ungemein nützlich für Unternehmen jeder Größe, die ihre Kundenkommunikation gezielt verbessern möchten.

 

Oliver Ibelshäuser, www.Management-Journal.de

Roman Anlanger, Wolfgang A. Engel: „Trojanisches Marketing II“, Haufe 2013

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