Warum die Ökonomie weiblicher wird

andersDie Welt der Wirtschaft war bislang eine Männerdomäne. Und ist es auch heute noch. Selbst in mittleren Ebenen großer Unternehmen gibt es für Frauen kaum ein „Nach-oben-Kommen“. Immer noch stellt die Vereinbarkeit von Karriere und Familie für die weiblichen Führungskräfte ein großes Problem dar. Dabei braucht die Welt mehr Frau in Spitzenpositionen, da sind sich Uwe Jean Heuser und Deborah Steinborn einig. Warum gerade die Wirtschaft mehr Frauen bitter nötig hat, zeigen die Autoren in ihrem Buch „Anders denken! Warum die Ökonomie weiblicher wird“.

„Unsere Branche ist ingenieurlastig. Da gibt es kaum Frauen.“

Dass Frauen mittlerweile genauso gut ausgebildet sind wie Männer, liegt auf der Hand. Trotzdem sind sie an der Führung der Wirtschaft kaum beteiligt. Wenn man recherchiert, wie viele der im Dax vereinten Großunternehmen von einer Frau geführt werden, erhält man folgende Antwort: Null. Auf die Frage, warum Konzern-Chefs keine Frauen in ihre Vorstände lassen, wird geantwortet: „Unsere Branche ist ingenieurlastig. Da gibt es kaum Frauen.“ oder „Natürlich hätten wir längst eine Frau, wir können aber keine gute finden.“ Alles faule Ausreden, sagen die beiden Autoren. Zwar gehört es mittlerweile zum guten Ton, einige wenige Positionen mit weiblichen Experten zu besetzen, dennoch ist gerade die Wirtschaft immer noch eine Männerdomäne.

„Gender Diversity“ als Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg

Dabei könnten Unternehmen massiv profitieren, wissen Heuser und Steinborn. Denn in geschlechterspezifischen, unterschiedlichen Verhaltensweisen schlummert enorm viel Potential. Frauen haben andere Eigenschaften wenn es um das Treffen von Entscheidungen geht, das Führen von Projekten, das Abwägen von Risiken. Wenn man diese Verhaltensweisen mit denen der Männer kombinieren würde, könnte die Wirtschaft heute an einem anderen Punkt stehen, als sie es tut – da sind sich die Autoren sicher.

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Roter Reiter – Fazit: Heuser und Steinborn stellen in ihrem Buch „Anders denken!“ verschiedene erfolgreiche Frauen aus dem Bereich der Ökonomie und Wirtschaft vor. Sie lassen sie zu Wort kommen, von ihren Erfahrungen berichten und zeigen konkret auf, wo weibliches Potential dringend gebraucht wird.

Lena Riedmann, www.Management-Journal.de

 

Uwe Jean Heuser, Deborah Steinborn: „Anders denken! Warum die Ökonomie weiblicher wird“, Hanser 2013

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