Ideen und Impulse für mehr soziale Gerechtigkeit

kapitalismusEin Pfarrer aus einem Kölner Problembezirk, ein Kommunalpolitiker der SPD und ein Unternehmensberater schippern den Rhein entlang. Im Gepäck reichlich Kritik an der derzeitigen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung sowie jede Menge Erneuerungsvorschläge. Ihr Navigator: Die Idee vom Rheinischen Kapitalismus, den sie in ihrem gleichnamigen Buch als Schablone über die aktuellen Missstände legen. Ihr Fazit: Alte Ideale könnten auch zur Lösung junger Probleme beitragen.

Soziale Marktwirtschaft ist die Antwort, nicht die Vergangenheit

Rheinischer Kapitalismus meint „die für Deutschland typische Spielart der Marktwirtschaft, in der soziale Ansprüche und die Freiheitsbedürfnisse des Marktes miteinander zum Ausgleich kommen, wo Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei allem Streit über Details sich doch immer bewusst sind, dass sie im selben Boot sitzen.“ Kurzum: Die Wiederbelebung der sozialen Marktwirtschaft zwischen den unvereinbaren Polen Neoliberalismus und Sozialismus.

Vom Kölner Bahnhofsklo bis zum griechischen Schuldenschnitt

In Form kurzer Essays nehmen sich Meurer, Ott und Sprong auf Ihrer Polit-Tour die Themen vor, die die Schlagzeilen der großen Tageszeitungen bestimmen: Schuldenschnitt der Euro-Pleiteländer, Mietspiegel und Strompreise, aber auch die Grenzen der Leistungsgesellschaft und die Aussichten von mehr Chancengleichheit und sogar die Verteilungslogik bei der Benutzung öffentlicher Toiletten: Alles kommt auf den Prüfstand, wenn der Geistliche, der Politiker und der Wirtschaftsexperte die Finger in die Wunden der ganzen Nation legen. Zu einem Pamphlet lassen sie ihre Streitschrift aber nie verkommen, weil sie ganz nah an der Sache argumentieren und um konstruktive Vorschläge bemüht sind. Die Autoren nennen ihre Sichtweise den „dritten Weg, an dessen Ende das Beste aus beiden Welten, die Idee der Freiheit und die der Brüderlichkeit zueinander finden. Klingt (zu) idealistisch? Lassen Sie einfach sich auf die lesenswerte Rhein-Tour ein!

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Management-Journal: „Rheinischer Kapitalismus“ ist eine präzise Skizze der aktuellen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Probleme in einem Land, das sich (nicht nur wegen des WM-Titels) seiner Erfolge rühmt und seine Probleme gerne verdrängt. Dass Franz Meurer, Jochen Ott und Peter Sprong bei ihren klugen Lösungsansätzen sehr SPD-nah argumentieren, mag den einen gefallen, andere verärgern. Unbestritten ist dagegen, dass der „Rheinische Kapitalismus“ gute Lösungsansätze zu den dringenden Problemen unserer Zeit liefern kann.

Oliver Ibelshäuser, www.Management-Journal.de

Franz Meurer, Jochen Ott, Peter Sprong: „Rheinischer Kapitalismus“, Greven-verlag 2014

 

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