Gerfried Zeichen erläutert, warum Ingenieure häufig die besseren Führungskräfte sind – oder wie sie es werden

ingenieure„Komplexitätskönner“ sind die Top-Ingenieure in den Führungsriegen großer und mittelständischer Firmen, die mit Weitsicht, unternehmerischer Erfahrung und einem enormen Verständnis für technologische Probleme die Weichen für Wachstum und Wohlstand stellen. Ihnen setzt Gerfried Zeichen mit seinem Buch „Ingenieure an die Schalthebel“, ein Denkmal. Der Autor, selbst Ingenieur „mit jahrzehntelanger Industrieerfahrung in Führungsfunktion und universitärer Power“ beschreibt eindringlich die Vorteile der Techniker als hervorragende Problemlöser bei der „Ausrichtung der Produktionsprozesse, bei der Ressourcenfrage, bürokratischen und politischen Regularien und allen Aspekten der Nachhaltigkeit in unternehmerischen Entscheidungen. Kurzum: wenn ein breites Methodenwissen, tiefes Verständnis in technische Vorgänge und social Skills als „exzellente Partner“ gleichermaßen gefragt sind.

Kluge Köpfe lösen komplizierte Probleme

Zeichen stellt in seinem Buch zunächst kluge Köpfe aus Industrie und Wirtschaft vor, die mit Know-how und Verantwortungsbewusstsein unternehmerische Herausforderungen mit Bravour bewältigt haben. Fallartig werden die Führungsleistungen und -lektionen vom Autor nach Schilderung der Ausgangslage herausgearbeitet. Prominente Beispiele sind darunter wie Kurt Stoll von der Festo AG, aber auch Hidden Champions, die ohne große Schlagzeilen in der Presse besondere Leistungen vollbracht haben.

Das T-Profil

Im Anschluss widmet sich der Autor dem spezifischen Mix an Fähigkeiten, die Ingenieure als Führungsfiguren auszeichnen. Oder die sie erwerben sollten, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen wie „Methodenkompetenz“, „kombinatorische Fähigkeiten“ oder die „Qualifizierung für das neue kybernetische Engineering“. Gut: Zeichen lässt vielfach auch eigene Erfahrungen einfließen. Er stellt sein „T-Profil“ ausführlich vor, das Kernkompetenzen und benachbarte Fachbereiche visualisiert und damit ein Muster der Fähigkeiten wiederspiegelt – ideal um sich selbst zu positionieren oder Stellenprofile auszugestalten.

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Management-Journal – Fazit: Gerfried Zeichen liefert mit seinem Buch „Ingenieure an die Schalthebel“ ein eindringliches Empfehlungsschreiben an mittelständische und große Unternehmen ab, den technischen Eliten in den eigenen Reihen mehr Verantwortung zu geben. Gleichzeitig erklärt das Buch, was junge Ingenieure in ihrem Job wissen müssen, um die Karriereleiter emporzuklettern.

Oliver Ibelshäuser, www.Management-Journal.de

 

Gerfried Zeichen „Ingenieure an die Schalthebel“, Linde 2014

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