Prognosen für die Wirtschafts- und Sozialsysteme der kommenden Jahrzehnte

Die US-Autoren und Wissenschaftler Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee werfen in ihrem Buch „The Second Machine Age“ einen Blick in die Zukunft: Ausgehend von der startenden „digitalen Revolution“ zeigen sie detailliert auf, wie sich im Rahmen von Digitalisierung und Virtualisierung Wirtschafts-und Sozialordnung, Politik und Gesellschaft nachhaltig in den USA verändern.

Gewinner und Verlierer der digitalen Revolution

Der rasante technologische Fortschritt im „Second Machine Age“ setze enorme Wandlungsprozesse in Gang, die neue Antworten auf Fragen nach Wohlstand und finanzieller Sicherheit erfordern. Brynjolfsson und MCAfee stellen in ihrer Analyse die Vorteile und Potenziale der digitalen Revolution in den Vordergrund, leugnen aber auch die Risiken nicht. Die medizinische Versorgung wird sich drastisch verbessern bis „Taube wieder hören und irgendwann auch Blinde wieder sehen können“. Der Wohlstand für einen Großteil der (westlichen) Bevölkerung wird enorm zunehmen, so dass viele Menschen beim Konsum von „mehr Auswahl, größerer Vielfalt und besserer Qualität profitieren.“ Daneben gibt es selbstverständlich auch die Wohlstandverlierer, die „ins Hintertreffen geraten, während der technologische Fortschritt vorprescht.“

Superstars der Wirtschaft

Junge Startups mit frischen Ideen im Technologie-Sektor, so Brynjolfsson und McAfee, haben jetzt eine ausgezeichnete Ausgangsposition, um sich zu künftigen „Superstars“ zu entwickeln mit der Tendenz zur „absoluten Markt-Dominanz“. Die Autoren sprechen dabei von der „Alles-oder-nichts-Wirtschaft“, die sich im Zuge der Digitalisierung der Märkte durchsetzt“.

Gut: Ihre weitsichtigen, teils kühnen Prognosen schließen die beiden Analysten mit Empfehlungen an Politik und Wirtschaft ab. Infrastruktur modernisieren, bessere Bildung ermöglichen, junge Eliten optimal fördern und effizientere Steuerregelungen gehören dazu. In jedem Fall sind Staat und Wirtschaftskräfte gemeinsam in der Pflicht, diese Forderungen umzusetzen, um den Weg für eine gemeinsame Zukunft zu bahnen, die technischen und sozialen Fortschritt eint.

Management-Journal – Fazit: „The Second Machine Age“ ist eine spannende Reise in die Welt der technologischen Erneuerung, die auf alle Bereiche des Lebens abfärbt. Obwohl sich das Buch auf US-Märkte stützt und die amerikanische Gesellschaft in den Fokus rückt, lassen sich die Prognosen problemlos auf Westeuropa übersetzen.

Oliver Ibelshäuser, www.management-journal.de

 

machineErik Brynjolfsson, Andrew McAfee: „The Second Machine Age“, Plassen 20014

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