Von Coca-Cola lernen – Wachstum mit Design gestalten!

Wachstum gestalten durch DesignDie meisten Menschen werden bei Design in erster Linie an die Gestaltung von Produkten oder deren Verpackung denken. Manager bilden hier wohl keine Ausnahme. Design umfasst aber sehr viel mehr Facetten, wie uns David Butler und die Journalistin Linda Tischler vermitteln wollen. Apple und Nike liegen nach kurzem Nachdenken auf der Hand, wenn die sich die Frage nach Unternehmen mit Sinn für Design stellt. Doch auch Volkswagen hat einige Design-Ikonen wie den Käfer erschaffen. David Butler verantwortet bei Coca-Cola das globale Design und Innovationen. Eine Kombination von Funktionen, die aus gutem Grund entstanden ist.

Erfolg = Skalierbarkeit plus Wendigkeit

Auf diese einfache Formel bringt Butler die Gemeinsamkeit von erfolgreichen Unternehmen, die es schaffen, viele Jahre in ihren Märkten zu bestehen. Den Autor treibt die Frage um, wie sich die Wendigkeit eines Start-ups in große Unternehmen tragen lässt. Er zeigt sich immun gegenüber der Romantisierung und Verklärung der Start-up-Kultur. Aus seiner Sicht besitzen Start-ups lediglich die Wendigkeit. Die eigentliche Herausforderung liege darin, Größe zu erlangen, um profitabel arbeiten zu können. Und gutes Design liefert hier den Schlüssel für diese Skalierbarkeit.

Gutes Design vereinfacht – und jeder Mitarbeiter sollte zum Gestalter werden

Es gehört zum Credo von Butler, dass gutes Design Dinge vereinfacht. Und Design umfasst eben nicht nur die Verpackung oder die Gestaltung des Produkt selbst. Er liefert, wie könnte es auch anders sein, unzählige Beispiele aus dem Alltag von Coca-Cola. Gestaltung von Bildsprachen und Etiketten, die die Grundlage dafür bilden, das gleiche Produkt unter unterschiedlichen Markennamen weltweit anbieten zu können. Die Gestaltung einer Transportkiste, die Einfluss auf die Verkäufe in Japan hatte. Oder auch das „Design“ der Rezeptur. Habe das Unternehmen die Bedeutung von Design erkannt und in seiner Kultur verankert, könne jeder Mitarbeiter zum Designer werden. Und gleichzeitig wichtige Beiträge leisten. Genau deswegen ist sein Buch auch kein Ratgeber für Designer, sondern für Manager und Führungskräfte.

Kein Theoriewerk – Beispiele und Praxistipps

Die Lektüre des Buches lohnt sich für Mitarbeiter aus dem mittleren und höheren Management allein schon wegen der vielen Geschichten und Anekdoten aus anderen Unternehmen. Die Welt dreht sich bei Butler eben nicht nur um Coca-Cola. Obwohl seine ausführlichen Beispiels sich stets um eine konkrete Aufgabe aus dem Alltag dieses Unternehmen drehen. Butler lässt seine Leser nicht allein damit, den Inhalt auf den eigenen Alltag zu übertragen. Immer wieder werden „Learnings“ in Form von Textkästen eingestreut, die konkrete Tipps für Vorgehensweisen enthalten. Und am Ende liefert er noch ein umfangreiches Verzeichnis von Lektürehinweisen mit.

Management-Journal-Fazit: David Butler schreibt kenntnisreich, mit einigen Spritzern Systemtheorie durchsetzt, über die Bedeutung von Design als Grundlage für den Unternehmenserfolg. Ein Buch, das im besten Wortsinn zum Nachdenken anregt.

Stephan Lamprecht

David Butler, Linda Tischler: Wachstum gestalten, Gabal Verlag 2016

Alle lieferbaren Ausgaben von „Wachstum gestalten“ bei managamentbuch.de

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