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	<title>Management-Journal</title>
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	<description>Rezensionen, Interviews und Material für Ihren Erfolg</description>
	<lastBuildDate>Sun, 07 Jun 2026 09:22:53 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Management-Journal</title>
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		<title>Zukunft braucht mehr als Wissen – ein Karriereratgeber, der das auch liefert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 09:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Arbeitswelt verändert sich schneller, als sich Karrierepläne schreiben lassen. Jobbeschreibungen veralten, Technologien lösen Routinen ab, und Fachkompetenz allein sichert keine Stelle mehr. Genau in dieses Vakuum stößt Dr. Urte Hotje mit ihrem Buch JobSkills <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/06/07/zukunft-braucht-mehr-als-wissen-ein-karriereratgeber-der-das-auch-liefert/" title="Zukunft braucht mehr als Wissen – ein Karriereratgeber, der das auch liefert">[Weiterlesen]</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitswelt verändert sich schneller, als sich Karrierepläne schreiben lassen. Jobbeschreibungen veralten, Technologien lösen Routinen ab, und Fachkompetenz allein sichert keine Stelle mehr. Genau in dieses Vakuum stößt Dr. Urte Hotje mit ihrem Buch JobSkills 2030 – Dein Upgrade für die Arbeitswelt von morgen, erschienen im Campus Verlag. Hotje ist Karrierecoach und Director Change Management in einem globalen Konzern – sie kennt beide Seiten: die strategische Vogelperspektive und das konkrete Coaching-Gespräch. Das merkt man dem Buch an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zehn Thesen, ein Werkzeug, viele Selbstchecks</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hotje gliedert ihr Werk in drei Teile. Zunächst legt sie die konzeptionelle Basis: Was bedeuten VUCA und BANI für den Berufsalltag, und warum reicht technisches Fachwissen als Zukunftssicherung nicht mehr aus? Der zweite und längste Teil entfaltet zehn Thesen, die jeweils einen Paradigmenwechsel beschreiben – etwa Energie statt Effizienz, Selbstführung statt Positionsmacht, Resilienz statt Perfektion oder Sinn statt Zielzahlen. Jedes Kapitel schließt mit einem kompakten Selbstcheck und einem Experteninterview, was die theoretischen Überlegungen erdet und auflockert. Der dritte Teil führt das sogenannte SHIFT-Canvas ein: einen Orientierungsrahmen, der fünf Kompetenzfelder bündelt – Selbstwirksamkeit, Human Touch, integriertes Lernen, Fokus Zukunft und Transversales Denken. Ergänzend führt Hotje den Begriff „Tridextrie“ ein, womit sie den Dreiklang aus operativem, strategischem und innovativem Denken meint – eine nützliche Formel, auch wenn der Neologismus noch etwas gewöhnungsbedürftig klingt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch bewegt sich in einem Markt, der in den vergangenen Jahren spürbar voller geworden ist. Ratgeber zu Future Skills, New Work und Beschäftigungsfähigkeit erscheinen im Jahrestakt. Hotje hält in diesem Wettbewerb stand, weil sie konsequent auf Umsetzbarkeit setzt: Wer einen Impuls sucht, findet ihn; wer ein Gesamtbild sucht, bekommt es ebenfalls. Die Sprache ist zugänglich, die Struktur transparent, der Ton motivierend, ohne zu verflachen. Wem gelegentliche Coaching-Formeln etwas zu glatt geraten, dem sei gesagt: Sie kommen hier nie zum Selbstzweck, sondern immer im Dienst eines konkreten Gedankens.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit</strong>: JobSkills 2030 ist ein solider, praxisorientierter Karriereratgeber für alle, die ihre Beschäftigungsfähigkeit nicht dem Zufall überlassen wollen. Besonders empfehlenswert für Führungskräfte und Personalentwickler, die ihren Teams Orientierung in Zeiten des Wandels geben wollen – oder sich selbst neu verorten möchten.</p>
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		<title>Klarheit im kalten Wasser</title>
		<link>https://www.management-journal.de/2026/05/26/klarheit-im-kalten-wasser/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 06:58:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer als Kommunikationsdirektorin beim Deutschen Fußball-Bund anfängt und sechs Tage später eine Razzia mit zweihundert Beamten erlebt, lernt schnell, was „kaltes Wasser“ ist. Mirjam Berle hat aus dieser DFB-Episode und weiteren beruflichen Brüchen die C.O.L.D.-Water-Methode <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/05/26/klarheit-im-kalten-wasser/" title="Klarheit im kalten Wasser">[Weiterlesen]</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph" id="klarheitimkaltenwasser">Wer als Kommunikationsdirektorin beim Deutschen Fußball-Bund anfängt und sechs Tage später eine Razzia mit zweihundert Beamten erlebt, lernt schnell, was „kaltes Wasser“ ist. Mirjam Berle hat aus dieser DFB-Episode und weiteren beruflichen Brüchen die C.O.L.D.-Water-Methode entwickelt, die sie nun in ihrem ersten Buch vorstellt. Das Akronym steht für vier Schritte: Consequence (Was ist das Schlimmste, das passieren kann?), Outcome (Welches Ziel ist erstrebenswert?), Leverage (Welche eigenen Ressourcen stehen zur Verfügung?) und Doing (Welcher kleinste machbare Schritt ist jetzt möglich?).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="einemethodedieinderanwendungträgt">Eine Methode, die in der Anwendung trägt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Berles Stärke liegt darin, dass sie nicht beim Modell stehen bleibt. Die vier Phasen werden konsequent an Fallbeispielen durchgespielt, von der Führungskraft ohne Antworten über das kollabierende Geschäftsmodell bis zur existenziellen Diagnose. Forschung aus Neuropsychologie, Verhaltenstherapie und positiver Psychologie liefert das theoretische Fundament, ohne dass der Text in akademisches Vokabular verfällt. Die zentrale Metapher trägt durch das Buch: Man kann nicht verhindern, ins kalte Wasser zu fallen, aber man kann lernen, sich darin zu bewegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wasdasbuchleistet–undwasnicht">Was das Buch leistet – und was nicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist, was Berle gerade nicht verspricht. Die Methode ersetzt keine Therapie, löst keine systemischen Blockaden, garantiert keine perfekten Lösungen. Sie stärkt individuelle Handlungsfähigkeit – und genau hier liegt zugleich ihre Grenze. In Organisationen mit starren Machtstrukturen bleibt ihr Einfluss begrenzt; die Frage, wie sich persönliche Klarheit und strukturelle Veränderung verbinden lassen, bleibt offen. Auch wer das Buch liest, wird einzelne Bausteine wiedererkennen: den Denkraum zwischen Reiz und Reaktion, die bewusste Auseinandersetzung mit dem Worst Case, die Arbeit am kleinsten nächsten Schritt. Berles Leistung besteht weniger in der Erfindung neuer Werkzeuge als in der Konsequenz, mit der sie eine pragmatische Reihenfolge daraus baut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschrieben ist „Klarheit“ in einem unaufgeregten, anwendungsorientierten Ton. Wer einen weiteren großen Selbstoptimierungsentwurf erwartet, wird enttäuscht; wer eine handhabbare Struktur für unsichere Phasen sucht, findet sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit:</strong> „Klarheit“ ist kein Buch der großen Versprechen, sondern eines der praktikablen Schritte. Mirjam Berle liefert mit der C.O.L.D.-Water-Methode ein Instrument, das gerade durch seine Bescheidenheit überzeugt: vier Phasen, klar strukturiert, an Praxisbeispielen erprobt und mit psychologischer Forschung unterfüttert. Für Führungskräfte, die in Phasen von Restrukturierung, Transformation oder akuter Krise nicht nur entscheiden, sondern auch handlungsfähig bleiben müssen, ist das Buch eine lohnende Lektüre. Empfehlenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>
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		<title>Keep It Cool: Wie emotionale Selbstführung gelingt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 11:22:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein unbedachtes Wort kann nachhaltige Kränkungen hervorrufen, die den weiteren Karriereweg blockieren. Wer im Berufsalltag häufig emotional agiert, schadet damit nicht selten den eigenen Ambitionen – und das oft unbemerkt erst im Nachhinein. Verschärft wird <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/05/14/keep-it-cool-wie-emotionale-selbstfuehrung-gelingt/" title="Keep It Cool: Wie emotionale Selbstführung gelingt">[Weiterlesen]</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein unbedachtes Wort kann nachhaltige Kränkungen hervorrufen, die den weiteren Karriereweg blockieren. Wer im Berufsalltag häufig emotional agiert, schadet damit nicht selten den eigenen Ambitionen – und das oft unbemerkt erst im Nachhinein. Verschärft wird die Lage durch das Zeitalter von Social Media und vergleichbar funktionierenden internen Plattformen: Emotionale Ausbrüche werden hier sofort registriert und bleiben sichtbar. Genau an diesem Punkt setzt Miriam Fritsch-Kümpel mit «Keep It Cool» an. Ihre These ist klar: Gegen impulsive Reaktionen hilft nur, die eigenen Emotionen zu verstehen, mit ihnen umzugehen und angemessen zu reagieren. Belegt wird dies mit zahlreichen Beispielen aus dem Arbeitsleben, wobei die Autorin Stress als zentralen Faktor identifiziert, der impulsive Entscheidungen begünstigt, Energie raubt und langfristig krank machen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="Das4-Facetten-ModellalsKern">Das 4-Facetten-Modell als Kern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Buches steht das von der Autorin entwickelte 4-Facetten-Modell der Emotionsregulation. Es verbindet vier Ebenen, die Führungskräfte unter Druck systematisch vernachlässigen: die emotionale, die mentale, die körperliche und die verhaltensmäßige Selbstführung. Die Grundannahme lautet, dass jeder Stress eine emotionale Wurzel besitzt. Nicht das volle Postfach, nicht der schwierige Kollege und nicht die Deadline selbst zermürben – es ist die Emotion, die diese Situationen auslösen und die häufig unbenannt bleibt, weil die Zeit dafür fehlt oder weil man sie sich schlicht nicht erlaubt. Das Buch liefert in gut lesbarer Form eine Methodik, mit der sich in Drucksituationen rasch von der Stress- in eine Lösungs- oder Gelassenheitsphase wechseln lässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="MehralseinRatgeberfrFhrungskrfte">Mehr als ein Ratgeber für Führungskräfte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Untertitel suggeriert einen reinen Leitfaden für Führungskräfte. Tatsächlich richtet sich das Buch jedoch an einen deutlich breiteren Leserkreis: an alle, die mehr über Emotionen und Methoden zum Stressabbau erfahren möchten. Geschrieben für Führungskräfte, ist es ebenso für jeden «Alltagsmanager» anwendbar. Wer in der eigenen Emotionswahrnehmung tiefer gehen will, ist hier gut aufgehoben. Neben fundiertem Wissen punktet der Band vor allem mit konkreten Praxistipps, Übungen und Reflexionen, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen. Der Schreibstil ist angenehm leicht, motivierend und zugleich fundiert; der rote Faden bleibt durchgehend präsent.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit</strong>: «Keep It Cool» bietet einen praxisnahen und verständlichen Zugang zum Umgang mit Stress und Emotionen im Arbeitsalltag. Besonders gelungen ist die Verbindung aus wissenschaftlichem Hintergrund und direkt anwendbaren Übungen. Die Inhalte sind klar strukturiert und leicht umsetzbar – ein wertvoller Leitfaden für mehr Gelassenheit und Selbststeuerung im Berufsleben und darüber hinaus. Eine klare Empfehlung für alle, die auch in herausfordernden Situationen einen kühlen Kopf bewahren möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>
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		<title>Würde kann nicht delegiert werden: Entwurf eines aufgeklärten Managements</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 10:03:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit «Aufgeklärtes Management. Werte, Haltung und Prinzipien der Organisationsgestaltung» legt Stefan Barth 2026 bei Vahlen einen gut 300 Seiten starken Entwurf vor, der wirtschaftlichen Erfolg, persönliche Sinnstiftung und gesellschaftlichen Nutzen nicht gegeneinander ausspielt, sondern als <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/05/04/wuerde-kann-nicht-delegiert-werden-entwurf-eines-aufgeklaerten-managements/" title="Würde kann nicht delegiert werden: Entwurf eines aufgeklärten Managements">[Weiterlesen]</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit «Aufgeklärtes Management. Werte, Haltung und Prinzipien der Organisationsgestaltung» legt Stefan Barth 2026 bei Vahlen einen gut 300 Seiten starken Entwurf vor, der wirtschaftlichen Erfolg, persönliche Sinnstiftung und gesellschaftlichen Nutzen nicht gegeneinander ausspielt, sondern als gleichrangige Ziele behandelt. Leitend ist die Annahme, dass Führungskräfte wie Mitarbeitende ihr eigenes Welt- und Menschenbild in die Organisation einbringen können müssen. Die Organisationsgestaltung hat dafür die strukturellen, kulturellen und prozessualen Rahmenbedingungen zu schaffen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="VomMenschenbildzurHandlungsanweisung">Vom Menschenbild zur Handlungsanweisung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Barth gliedert seinen Stoff in zwei Hauptteile. Der erste Teil klärt die Grundlagen. Das Kapitel zum Menschenbild verhandelt Würde, Autonomie und Freiheit, Gleichheit und Diversität sowie Rationalität; das Kapitel zum Weltbild ergänzt ein erkenntnistheoretisches Grundgerüst, Führungstheorien, die Frage nach der Vorhersagbarkeit der Zukunft, Veränderungsgeschwindigkeiten und Nachhaltigkeit. Aus diesen Voraussetzungen leitet der Autor zunächst Leitprinzipien und dann konkrete Handlungs- und Organisationsprinzipien ab. Eine Führungskraft trifft demnach weniger selbst Entscheidungen, als dass sie die Mitarbeitenden in die Lage versetzt, eigenständig zu entscheiden. Daran knüpfen Themen wie Motivation, Mitwirkung, Iteration, Selbstreflexion und Fürsorge an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="DerpraktischeSchwerpunkt">Der praktische Schwerpunkt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den deutlich größeren Teil – rund zwei Drittel des Umfangs – widmet Barth den Praktiken. Das Kapitel zur Operationalisierung konkretisiert in fünf Unterkapiteln, was die Prinzipien im Alltag bedeuten. Der Autor fragt etwa, ob eine Organisation tatsächlich einen CEO braucht, wie sich monetäre Ziele und Transparenz zueinander verhalten und unter welchen Bedingungen ein Management-Team wirklich gelingt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Unterkapiteln zu Mitarbeitenden und Führung, zur Produktion und zur Kommunikation wird Barth ausgesprochen konkret: Er liefert bis hin zur konkreten Meetinggestaltung und zum Umgang mit kritischen Kommunikationsanlässen umsetzbare Vorschläge. Das abschließende Kapitel behandelt auf rund 20 Seiten die Hürden der Implementierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit</strong>: Barth gelingt das Kunststück, Werte, Haltung und Prinzipien der Organisationsgestaltung schlüssig zu verknüpfen, ohne im Abstrakten zu verharren. Die ausgeprägte Hands-on-Mentalität und der hohe Praxisbezug heben das Buch von vielen rein konzeptionellen Beiträgen ab und machen es für Führungskräfte und Organisationsgestalterinnen gleichermaßen lesenswert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>
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		<title>Mut zur KI – ein Ratgeber für den praktischen Einstieg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:58:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Buchhandel ertrinkt in KI-Titeln. Wer die entsprechenden Regale abschreitet, findet Ratgeber für Marketingfachleute, Juristen, Ärzte, Lehrkräfte – für jede Berufsgruppe mindestens einen, der KI-Kompetenz verspricht. Täglich kommen neue Schlagzeilen hinzu: KI macht diesen Job <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/04/04/mut-zur-ki-ein-ratgeber-fuer-den-praktischen-einstieg/" title="Mut zur KI – ein Ratgeber für den praktischen Einstieg">[Weiterlesen]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.management-journal.de/2026/04/04/mut-zur-ki-ein-ratgeber-fuer-den-praktischen-einstieg/">Mut zur KI – ein Ratgeber für den praktischen Einstieg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.management-journal.de">Management-Journal</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Buchhandel ertrinkt in KI-Titeln. Wer die entsprechenden Regale abschreitet, findet Ratgeber für Marketingfachleute, Juristen, Ärzte, Lehrkräfte – für jede Berufsgruppe mindestens einen, der KI-Kompetenz verspricht. Täglich kommen neue Schlagzeilen hinzu: KI macht diesen Job überflüssig, KI schlägt Expertinnen und Experten auf ihrem ureigenen Terrain. Dazwischen warnen kritische Stimmen vor Risiken, Datenschutzproblemen und algorithmischer Diskriminierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch eine Frage bleibt in dieser Kakofonie meist unbeantwortet: Wie fange ich an? An meinem Schreibtisch, in meinem Team, in meinem Unternehmen?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="MutmachenstattMahnfinger">Mutmachen statt Mahnfinger</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier setzen Philipp Depiereux und Friedrich Arnold an. Depiereux gründete die Digitalberatung etventure und lebt heute in Kalifornien. Arnold leitet die HÖRMANN Digital GmbH und deren firmeneigenes KI-Kompetenzzentrum. Beide bringen Erfahrung aus Dutzenden Transformationsprojekten mit. Ihr Buch verstehen sie als Mutmachbuch – und das ist wörtlich gemeint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst liefern die Autoren eine kompakte Einführung in die KI-Entwicklung der vergangenen Jahre, bevor sie sich dem zentralen Anliegen widmen: der deutschen Angstkultur gegenüber Veränderungen. Warum richtet sich der Blick reflexartig auf Risiken statt auf Chancen? Warum fällt es Führungskräften so schwer, wieder Anfänger zu sein? Als ehemaliger Weltmarktführer tue sich Deutschland mit diesem Rollenwechsel besonders schwer – die Devise laute zu oft: Perfektion statt Ausprobieren, Absicherung statt Tempo. Gegen dieses Muster schreiben die Autoren konsequent an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ProblemfirstnichtToolfirst">Problem first – nicht Tool first</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der stärkste Teil des Buches widmet sich der Frage, wie sich konkrete KI-Projekte im eigenen Unternehmen aufsetzen lassen, ohne an einer zu groß geratenen Initiative zu scheitern. Der entscheidende Denkansatz der Autoren: nicht fragen, was KI alles kann, sondern von einem konkreten betrieblichen Problem ausgehen und prüfen, ob und wie KI dort helfen kann. Bereits ein erster Prototyp liefert wertvolle Erkenntnisse – für das Projekt und für die gesamte Organisation. Ein knapper, direkt an die Lesenden gerichteter Fahrplan hilft dabei, ein solches Vorhaben Schritt für Schritt aufzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben diesen methodischen Hinweisen sind es die Erfahrungsberichte aus mittelständischen Unternehmen, die das Buch nützlich machen. Etwa die Geschichte eines Sanitätshauses, das mitten in der Coronakrise gegründet wurde und von Anfang an auf KI setzte – und sich zur Erfolgsgeschichte entwickelte. Solche Beispiele erden das Buch und zeigen: KI-Transformation ist keine Angelegenheit für DAX-Konzerne mit üppigen IT-Budgets.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="MutmitAugenma">Mut mit Augenmaß</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obschon es um Tempo geht, haben die Autoren die Risiken nicht vergessen. Kompakte Erläuterungen und ein Glossar vermitteln Basiswissen zu Datenschutz, Datensicherheit, fehlerhaften Ergebnissen und systematischer Diskriminierung durch KI-Systeme. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Technologien, sondern vor allem die Menschen – denn Transformation gelinge nur gemeinsam, mit einer Kultur, die Fehler erlaubt, Neugier belohnt und Lernen in den Vordergrund stellt. Das ist keine Verharmlosung, sondern ein realistisches Bild davon, was mutige Experimente von blindem Aktionismus unterscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit:</strong> «Mut zur KI» ist kein erschöpfendes Kompendium und will es auch gar nicht sein. Es ist ein flott und verständlich geschriebener Ratgeber, der genau das hält, was sein Titel verspricht: Er macht Mut. Wer in der täglichen KI-Nachrichtenflut den Überblick verloren hat und nicht weiß, wo er anfangen soll, findet hier einen pragmatischen Einstieg mit konkreten Methoden und Praxisbeispielen. Eine klare Kaufempfehlung – vor allem für Führungskräfte im Mittelstand, die längst wissen, dass sie handeln müssen, aber noch nicht wissen, wie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.management-journal.de/2026/04/04/mut-zur-ki-ein-ratgeber-fuer-den-praktischen-einstieg/">Mut zur KI – ein Ratgeber für den praktischen Einstieg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.management-journal.de">Management-Journal</a>.</p>
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		<title>Weibliche Kommunikation als Haltung: Ein Buch, das Mitdenken fordert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 05:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer dieses Buch aufschlägt, merkt schnell: Es ist kein Text zum passiven Lesen. Buschbaum und Pommer fordern aktive Teilnahme. Das Buch ist Denkanstoß und Werkzeug zugleich – wer es nur überfliegt, verpasst seinen Kern. Der <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/04/02/weibliche-kommunikation-als-haltung/" title="Weibliche Kommunikation als Haltung: Ein Buch, das Mitdenken fordert">[Weiterlesen]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.management-journal.de/2026/04/02/weibliche-kommunikation-als-haltung/">Weibliche Kommunikation als Haltung: Ein Buch, das Mitdenken fordert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.management-journal.de">Management-Journal</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wer dieses Buch aufschlägt, merkt schnell: Es ist kein Text zum passiven Lesen. Buschbaum und Pommer fordern aktive Teilnahme. Das Buch ist Denkanstoß und Werkzeug zugleich – wer es nur überfliegt, verpasst seinen Kern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Titel mag irritieren oder provozieren. Ein Ratgeber für Frauen? Ein feministisches Manifest? Weder noch. „Weiblich“ führen die Autoren konsequent als Haltungsbegriff ein, nicht als biologische oder identitätsbezogene Kategorie. Gemeint sind Qualitäten wie Empathie, Zuhören, Kooperation und emotionale Intelligenz – Fähigkeiten, die in der bisherigen Kommunikationskultur systematisch unterbewertet wurden, obwohl sie längst als Zukunftskompetenzen gelten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ZweiPerspektiveneinAnliegen">Zwei Perspektiven, ein Anliegen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stärke des Buches liegt in der Konstellation seiner Verfassenden. Katharina Pommer bringt ihre Expertise als Psychologin, Dozentin und Mutter von fünf Kindern ein – Theorie trifft auf gelebte Alltagserfahrung. Balian Buschbaum nähert sich dem Thema als ehemaliger Leistungssportler auf Olympia-Niveau, als Führungskraft und Business-Coach. Beide ergänzen sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="DieWelthatsichverndertdieKommunikationnochnicht">Die Welt hat sich verändert – die Kommunikation noch nicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Kapitel legt das theoretische Fundament und benennt das Grundproblem: Die bisherige Kommunikationskultur war auf überschaubare, hierarchisch geordnete Kontexte ausgelegt. Sie hatte ihre Berechtigung. Doch unsere Welt hat sich grundlegend verändert – sie ist komplexer, vernetzter, unübersichtlicher geworden. Kommunikationsformen, die einst funktionierten, stoßen heute an ihre Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Konzept dabei ist das der Resonanz. Das Gegenüber wird nicht auf eine bloße Funktion reduziert, sondern als Subjekt in seinem eigenen Sein angesprochen. Das klingt nach Philosophie – und ist es teilweise auch. Die Ausführungen zu den „Sieben Säulen weiblicher Kommunikation“ sind intellektuell anspruchsvoll, gespickt mit Verweisen auf namhafte Denkerinnen und Denker, und verlangen echte Auseinandersetzung. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt: Die zahlreichen Reflexionsfragen helfen, das Gelesene auf die eigene Situation zu übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Wermutstropfen: Manche Gedanken entwickeln sich in langen, verschachtelten Sätzen – das bremst den Lesefluss.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="VomBauchgefhlbiszurKI">Vom Bauchgefühl bis zur KI</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgenden Kapitel wechseln das Register und wenden sich dem Führungsalltag zu. Körpersprache und Präsenz kommen ebenso zur Sprache wie die Frage, warum Intuition und Führungskompetenz sich nicht ausschließen. Dass das Buch auch Diversity und Inklusion thematisiert, überrascht nicht – wohl aber, wie nah es dabei am Puls der Zeit bleibt: Ein eigenes Kapitel widmet sich der Kommunikation im Zeitalter künstlicher Intelligenz. Es fragt, welche menschlichen Kommunikationsfähigkeiten angesichts von KI-Systemen an Bedeutung gewinnen – und welche nicht verloren gehen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss bildet ein praxisorientierter Werkzeugkasten, der die theoretischen Impulse in umsetzbare Hilfen für den Alltag übersetzt. Hier zeigt sich das Buch von seiner zugänglichsten Seite: konkret, handhabbar, direkt anwendbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit:</strong> „Die Zukunft der Kommunikation ist weiblich“ ist ein gehaltvolles Buch, das sich bewusst nicht mit leichten Antworten zufriedengibt. Buschbaum und Pommer denken Kommunikation konsequent neu – als Haltung, nicht als Technik, als Beziehungsangebot, nicht als Sendekanal. Wer bereit ist, sich auf die anspruchsvollen theoretischen Passagen einzulassen, findet hier echte Impulse für Führung und Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Wenn KI das Bewerbungsgespräch führt</title>
		<link>https://www.management-journal.de/2026/03/31/wenn-ki-das-bewerbungsgespraech-fuehrt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 09:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Die Zukunft fragt nicht danach, ob wir bereit sind. Sie kommt einfach.“ Mit diesem Satz eröffnet Andrea Lehwald ihr Buch „Recruiting mit KI“ und trifft damit den Nerv einer Branche, die sich noch immer fragt, <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/03/31/wenn-ki-das-bewerbungsgespraech-fuehrt/" title="Wenn KI das Bewerbungsgespräch führt">[Weiterlesen]</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„Die Zukunft fragt nicht danach, ob wir bereit sind. Sie kommt einfach.“ Mit diesem Satz eröffnet Andrea Lehwald ihr Buch „Recruiting mit KI“ und trifft damit den Nerv einer Branche, die sich noch immer fragt, ob und wann KI ihr Arbeitsgebiet verändert. Die Antwort ist längst gegeben: Sie hat es bereits.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lehwald ist geschäftsführende Gesellschafterin der Personaldienstleistungsgruppe MedYourJob und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Recruiting, Digitalisierung und der Anwendung von KI im Personalmanagement. Sie schreibt für alle, die in Unternehmen Verantwortung dafür tragen, welche Talente gesucht und welche Positionen besetzt werden, heute und in Zukunft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="WasdasBuchbietetundwoeszgert">Was das Buch bietet – und wo es zögert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Kapitel holt die Lesenden dort ab, wo viele stehen: Es erklärt grundlegende Begriffe und skizziert, welche Möglichkeiten KI im Recruiting und im Personalmanagement eröffnet. Wer noch nie mit Predictive Analytics oder automatisierter Kandidatenvorauswahl zu tun hatte, findet hier einen soliden Einstieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An einer Stelle bleibt die Einführung allerdings etwas dünn. Das altbekannte Problem, dass Personalsuche teuer und ineffizient ist, streift Lehwald nur kurz. Eine Zustandsbeschreibung, die so ähnlich auch in Büchern über digitale Stellenbörsen oder Applicant-Tracking-Systeme hätte stehen können. Ein schärferer Kontrast zwischen der Vor-KI-Ära und den heutigen Möglichkeiten hätte hier mehr Überzeugungskraft entfaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfreulich dagegen: Schon in dieser frühen Phase des Buches benennt Lehwald die Risiken von KI, etwa systemische Diskriminierung und mangelnde Transparenz. An dieser Stelle wäre allerdings ein Hinweis hilfreich gewesen, wie sich KI-Systeme trainieren lassen, um solche Verzerrungen von vornherein zu vermeiden. Das Buch bleibt die Antwort zunächst schuldig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="berraschendeLsungenjenseitsdesOffensichtlichen">Überraschende Lösungen jenseits des Offensichtlichen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem zweiten Kapitel wird es konkreter. Lehwald vertieft die Einsatzmöglichkeiten, wie sie sich aktuell darstellen, und bettet sie in einen Ausblick ein: Die Entwicklung ist noch längst nicht am Ende. Der Wettbewerb um Talente ist härter denn je, und Bewerberinnen und Bewerber erwarten heute eine individuelle, transparente Candidate Experience. Künstliche Intelligenz eröffnet HR-Abteilungen und Führungskräften neue Chancen, genau diesen Spagat zu meistern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben naheliegenden Anwendungen wie automatisierter Kandidatensuche und Chatbots in der Bewerbungskommunikation präsentiert Lehwald auch überraschende Lösungen: Wie lässt sich Bewerbenden durch KI eine wirklich personalisierte Erfahrung mit dem Unternehmen bieten? Und wie erkennen Predictive-Analytics-Systeme anhand von Leistungsdaten frühzeitig, welche Mitarbeitenden unzufrieden werden, damit Führungskräfte proaktiv das Gespräch suchen können?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Beispiele zeigen: KI im Recruiting bedeutet weit mehr als das automatische Aussortieren von Lebensläufen. Es geht um eine neue Art, mit Menschen in Kontakt zu treten und zu bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="EthikKeinFeigenblattsondernLeitfaden">Ethik: Kein Feigenblatt, sondern Leitfaden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stark ist das Buch dort, wo es Ethik nicht als Pflichtkapitel abhandelt, sondern als zentrales Thema ernst nimmt. In einem eigenen Kapitel greift sie die ethische Dimension ausführlich auf, benennt Risiken klar und liefert konkrete Empfehlungen für Tools, die Fairness und ethische Standards sozusagen eingebaut haben. Damit bleibt das Thema nicht bei der Mahnung stehen, sondern wird handlungsleitend.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="Techniktiefeohneberwltigung">Techniktiefe ohne Überwältigung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer befürchtet, sich durch seitenlange Algorithmuserklärungen kämpfen zu müssen, kann beruhigt sein. Lehwald findet konsequent die richtige Balance: Sie taucht so tief in die Technik ein, wie es jeweils nötig ist, und nicht tiefer. Mit praxisnahen Anleitungen und konkreten Fallstudien bleiben abstrakte Konzepte greifbar, ohne vereinfacht zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit:</strong>&nbsp;„Recruiting mit KI“ ist ein kompaktes, klar geschriebenes Buch, das einen praxisnahen Überblick über den Stand und die Möglichkeiten von KI im Personalbereich gibt. Seine Stärken liegen in der konkreten Handlungsorientierung und dem ernsthaften, lösungsorientierten Umgang mit Ethik. Wer in HR und Recruiting Verantwortung trägt und verstehen will, was KI heute schon leistet und was sie leisten sollte, für den lohnt sich die Lektüre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>
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		<title>Ein durchgestrichenes Wort ändert alles</title>
		<link>https://www.management-journal.de/2026/03/29/ein-durchgestrichenes-wort-aendert-alles/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 07:23:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliche Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ali Mahlodji legt mit „Null Bock auf Arbeit&#8221; ein Buch vor, das überrascht und erfrischende Denkanstöße liefert. Ein Titel, der keiner ist Schon das Cover irritiert, und das ist Absicht. Das „Null“ im Titel ist <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/03/29/ein-durchgestrichenes-wort-aendert-alles/" title="Ein durchgestrichenes Wort ändert alles">[Weiterlesen]</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ali Mahlodji legt mit „Null Bock auf Arbeit&#8221; ein Buch vor, das überrascht und erfrischende Denkanstöße liefert.<strong> </strong></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="EinTitelderkeinerist">Ein Titel, der keiner ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon das Cover irritiert, und das ist Absicht. Das „Null“ im Titel ist durchgestrichen. Es heißt also eigentlich: „Bock auf Arbeit”. Wer sich das klarmacht, versteht auch, worum es dem Autor geht. Der Anstoß für den Titel kam aus einer Podiumsdiskussion: Eine Journalistin behauptete, die junge Generation habe schlicht keinen Bock mehr auf Arbeit. Mahlodjis Gegenthese klingt einfach, sitzt aber tief: Wir alle hatten mal Bock, auf Arbeit, auf Lernen, auf Neues. Bis man ihn uns abtrainiert hat. Das ist kein generationeller Angriff auf Ältere, sondern eine Einladung zur Selbstreflexion.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="Werschreibtdaeigentlich">Wer schreibt da eigentlich?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Buch einzuordnen, hilft ein Blick auf den Autor. Ali Mahlodji kam als Flüchtling nach Europa und startete seine Karriere als stotternder Schulabbrecher mit über 40 Jobs. Nach einem Studium in Rekordzeit und dem Aufstieg zum Manager in einem US-Konzern kündigte er nach einer Sinnkrise seinen gut dotierten Job, um seinem inneren Ruf zu folgen. Er wurde Lehrer an einem Gymnasium und gründete aus einer Kindheitsidee heraus das digitale Handbuch der Lebensgeschichten: whatchado.com, die international erfolgreichste Video-Job-Orientierungsplattform Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist Mahlodji CEO von futureOne, einem Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Sinn, Menschlichkeit und eine moderne Performancekultur in die Gesellschaft und in die Arbeitswelt zurückzubringen. Kurz gesagt: Hier schreibt jemand, der weiß, wovon er redet. Nicht aus der Theorie heraus, sondern aus einem Leben voller Kurven, Brüche und Neuanfänge.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="PerspektivwechselstattPlattitden">Perspektivwechsel statt Plattitüden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was „Null Bock auf Arbeit&#8221; von anderen Büchern zur Selbstführung abhebt, ist seine konsequente Weigerung, Bekanntes einfach neu zu verpacken. Mahlodji fordert dazu auf, Rahmen zu hinterfragen, die längst für selbstverständlich gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel aus einem Seminar macht das besonders greifbar: Er bat die Teilnehmenden, den Satz „Vertrauen ist gut …“ spontan zu vervollständigen. Arrivierte Führungskräfte antworteten reflexartig: „Kontrolle ist besser.” Hochschulabsolventinnen und -absolventen dagegen kamen auf völlig andere Schlüsse. Das kleine Experiment zeigt, wie tief bestimmte Denkmuster sitzen, und wie wenig man sie noch wahrnimmt, wenn man sie täglich lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier liegt die Stärke des Buches: Es liefert keine fertige Wahrheit, sondern provoziert sanft dazu, die eigene zu hinterfragen. Empathie, Staunen und Authentizität zieht Mahlodji dabei als Werkzeuge heran. Keine leeren Buzzwords, sondern Haltungen, die er mit konkreten Situationen aus seinem eigenen Weg belegt. Die große Kunst von Führungskräften bestehe darin, gut zuzuhören, den eigenen Horizont zu erweitern, Perspektiven zu wechseln und Fragen zu stellen. Das ist eine seiner zentralen Botschaften, die er im Buch immer wieder neu beleuchtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="DiversitymehralseineWorthlse">Diversity, mehr als eine Worthülse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen eigenen Abschnitt widmet Mahlodji dem Thema Vielfalt. Er macht dabei klar, dass er Diversity nicht als Marketingbegriff versteht. In vielen Unternehmen ist das Thema längst zur hohlen Phrase geworden. Mahlodji hält dagegen und zeigt, warum echte Vielfalt kein Nice-to-have ist, sondern eine handfeste Chance für Organisationen, für Teams und für das Leben jenseits des Büros.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielfalt ist mehr als ein Trend, sie führt zu Innovation, Zusammenhalt und nachhaltigem Erfolg. Das ist keine Neuigkeit, aber Mahlodji gelingt es, diese Erkenntnis aus seiner eigenen Biografie heraus erfahrbar zu machen. „Ich bin der geworden, der ich bin, weil ich an einer normalen Schule war, mit vielen Kulturen&#8221;, erklärt er an anderer Stelle. Das klingt nicht nach Theorie, das klingt nach gelebter Erfahrung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="LesenalleinreichtnichtmitmachenistPflicht">Lesen allein reicht nicht, mitmachen ist Pflicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Null Bock auf Arbeit&#8221; ist kein Buch, das man einfach konsumiert. Mahlodji hat ein Arbeitsbuch vorgelegt, das aktiv einbindet. Reflexionsfragen unterbrechen den Lesefluss, bewusst, denn sie zwingen zum Innehalten. Dazu kommen überraschende Übungen, etwa die Aufgabe, ein Haus zu zeichnen. Was das bedeutet? Das verrät nur das Buch selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kein Baby liegt in der Wiege und denkt: Ich habe keinen Bock auf Laufen und Sprechen&#8221;, sagt Mahlodji, und genau dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk. Der innere Antrieb ist da. Er wartet nur darauf, wieder freigelegt zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit:</strong>&nbsp;Ali Mahlodjis „Null Bock auf Arbeit&#8221; (Gabal Verlag) ist eines der erfrischendsten Bücher zur Selbstführung seit Langem. Es schreibt nicht von oben herab, sondern lädt ein, zum Nachdenken, zum Umdenken, zum Handeln. Wer bereit ist, die eigenen Denkmuster zu hinterfragen und sich auf überraschende Übungen einzulassen, entdeckt in diesem Buch echte Impulse für das Berufsleben, für Führungsverantwortung und für sich selbst. Klar empfohlen für alle, die glauben, sie hätten in Sachen Selbstreflexion schon alles gelesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht </p>
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		<title>Führung ist kein Influencer-Job</title>
		<link>https://www.management-journal.de/2026/03/27/fuehrung-ist-kein-influencer-job/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 09:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Businessbücher fesseln selten von der ersten Seite an. Caroline Harths „Own Your Story“ ist eine der seltenen Ausnahmen. Schon eine der ersten Kapitelüberschriften macht klar, worum es geht: „Führung ist kein Influencer-Job“&#160;–&#160;peng, getroffen. Die Kommunikationsberaterin <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2026/03/27/fuehrung-ist-kein-influencer-job/" title="Führung ist kein Influencer-Job">[Weiterlesen]</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Businessbücher fesseln selten von der ersten Seite an. Caroline Harths „Own Your Story“ ist eine der seltenen Ausnahmen. Schon eine der ersten Kapitelüberschriften macht klar, worum es geht: „Führung ist kein Influencer-Job“&nbsp;–&nbsp;peng, getroffen. Die Kommunikationsberaterin setzt sich im einleitenden Teil schonungslos mit dem Phänomen „Personal Branding“ auseinander. Ihr Vorwurf: Die gesamte Idee dahinter setzt fälschlicherweise voraus, dass sich die Wahrnehmung der eigenen Person von außen steuern lässt – wie ein Produkt, das man optimiert, verpackt und vermarktet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harth formuliert das unmissverständlich: „Personal Branding zerstört unsere letzte greifbare Verbindung zum Organischen und Authentischen – zur Idee des Gebens, ohne etwas dafür zu erwarten.“ Das ist eine klare Ansage. Und sie trifft den Ton des gesamten Buches.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="KeinSchreibkurssonderneinKlarheitsprogramm">Kein Schreibkurs – sondern ein Klarheitsprogramm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer beim Titel „Own Your Story“ an einen Kreativschreibkurs denkt, liegt falsch. Das Buch ist etwas anderes: Es hilft Führungskräften dabei, Klarheit über sich selbst zu entwickeln. Wofür stehe ich? Welche prägenden Erfahrungen haben mich geformt? Was ist meine Geschichte?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harth nähert sich diesen Fragen mit einem lebendigen, teilweise witzigen Stil, der die Lektüre angenehm macht. Die Verfasserin entwickelt eine Strategie, die einen Gegenentwurf zum rastlosen Personal-Branding-Zirkus bildet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="WannFhrungskrfteihreGeschichtebrauchen">Wann Führungskräfte ihre Geschichte brauchen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch zeigt konkret, in welchen Situationen Führungskräfte ihre Geschichte teilen können und müssen: bei öffentlichen Auftritten, in Transformationsprozessen, bei der Übernahme einer neuen Position oder Rolle, in Krisenzeiten, beim Aufbau von Beziehungen – und um die Werte eines Unternehmens sichtbar zu machen. Diese Momente sind keine Ausnahmen im Führungsalltag. Sie prägen ihn.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="EinArbeitsbuchdastatschlichArbeitmacht">Ein Arbeitsbuch, das tatsächlich Arbeit macht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei allem Sprachwitz: „Own Your Story“ ist ein Arbeitsbuch, wenn auch ein unterhaltsames. Aktive Lektüre ist Pflicht. Wer es nur überfliegt, lässt den eigentlichen Gewinn liegen. Ob es um Reflexionsfragen zur Visualisierung der eigenen Werte geht oder darum, welche Werte das eigene Führungsverhalten prägen: Das Buch fordert heraus. Besonders stark ist der Abschnitt über Archetypen wie „Imposting“ oder „Overthinking“ – voller Einsichten und mit einem Wiedererkennungswert, der manchmal schmerzhaft trifft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schritt für Schritt arbeitet sich Harth zum Kern des Buches vor: dem „Own Your Story Manifesto“. Das Ziel liegt dabei stets klar vor Augen – eine eigene Geschichte zu entwickeln, die sich authentisch erzählen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit</strong>: „Own Your Story“ ist die Entdeckung des Bücherfrühjahrs 2026. Caroline Harth legt ein Buch vor, das voller Denkanstöße und Einsichten steckt – und dabei unterhaltsam und temporeich geschrieben ist. Wer das Buch durcharbeitet, kennt am Ende die eigene Story und muss vor öffentlichen Auftritten oder Elevator-Pitches keine Sorgen mehr haben. Denn die eigene Geschichte lässt sich dann authentisch einsetzen – ganz ohne Egomanie oder peinliche Deep-Talks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>
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		<title>Wenn Algorithmen die Wirklichkeit verzerren</title>
		<link>https://www.management-journal.de/2025/12/06/wenn-algorithmen-die-wirklichkeit-verzerren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Lamprecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 11:55:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Katharina Schüller räumt in ihrem Buch „Daten sind Macht“ mit der Illusion auf, dass Zahlen neutral sind und künstliche Intelligenz objektive Wahrheiten liefert. Die Statistikerin zeigt stattdessen, wie sehr jede Datenerhebung von menschlichen Entscheidungen geprägt <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.management-journal.de/2025/12/06/wenn-algorithmen-die-wirklichkeit-verzerren/" title="Wenn Algorithmen die Wirklichkeit verzerren">[Weiterlesen]</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Katharina Schüller räumt in ihrem Buch „Daten sind Macht“ mit der Illusion auf, dass Zahlen neutral sind und künstliche Intelligenz objektive Wahrheiten liefert. Die Statistikerin zeigt stattdessen, wie sehr jede Datenerhebung von menschlichen Entscheidungen geprägt ist. Und damit auch dazu genutzt werden kann, eine Realität zu konstruieren. Es hat Gründe, dass die Trump-Regierung vorschlägt, das Bruttoinlandsprodukt neu zu berechnen. Denn wer die neuen Grundlagen vergisst und nicht hinterfragt, sieht eine USA, die wirtschaftlich gesünder scheint, als sie ist. Daten sind ein Machtinstrument.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="WechselndeAnstze">Wechselnde Ansätze</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch scheint mir zwischen zwei Ansätzen zu oszillieren. Mal ist es ein Managementratgeber für Führungskräfte. Dann könnten die Lesenden in ein Statistikseminar geraten sein. Dieser wechselnde Fokus führt gelegentlich zu Längen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kommt aber auch die Kernbotschaft an: Ohne Datenkompetenz sind wir anfällig für Manipulation. Geschönte Wirtschaftsstatistiken sind nur eine Erscheinungsform. Algorithmen, die diskriminierend arbeiten, eine andere.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ZwischenTeilhabeundDiskriminierung">Zwischen Teilhabe und Diskriminierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Janusköpfigkeit künstlicher Intelligenz zeigt die Autorin besonders eindrücklich. So kann KI Menschen mit Behinderung unterstützen oder weltweiten Zugang zu Bildung ermöglichen. Andererseits reproduziert sie unter Umständen auch Vorurteile, wie das Beispiel von Recruiting-Algorithmen belegt, die systematisch männliche Bewerber bevorzugten. Schüller plädiert deshalb für ethische Leitlinien, psychologische Sicherheit in Organisationen und vor allem für eine kritische Grundhaltung gegenüber vermeintlich objektiven Zahlen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Management-Journal-Fazit</strong>: Eine wertvolle Lektüre für alle, die KI reflektiert nutzen möchten – trotz gelegentlicher Redundanzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Lamprecht</p>
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