Februar 2011: Die kommentierte Managementbuch.de – Bestsellerliste

1. Nassim Nicholas Taleb: Der Schwarze Schwan – Konsequenzen aus der Krise

Der Nachfolgeband zum „Schwarzen Schwan“. Zu unterscheiden nur durch das andersfarbige Cover und den Untertitel „Konsequenzen aus der Krise“. Auf knapp 120 Seiten spitzt Taleb seine Thesen zu, rechnet mit seinen „Gegnern“ ab, verarbeitet die Reaktionen auf seinen Bestseller. Erfrischend, provokant, wieder ein intellektuelles Vergnügen. Aufgrund der vielen Verweise nur verständlich, wenn man beide Bücher zur Hand hat.

>> Nassim Nicholas Taleb; Der schwarze Schwan – Konsequenzen aus der Krise. Hanser Fachbuchverlag. 2010

2. Sutton: Der Chef-Faktor

Sehr gehaltvoll, flott geschrieben, ein Lesebuch für alle, die gute Chefs sein wollen. Ausgezeichnet der genaue Blick, den Robert Sutton auf die vielen kleinen Eigenschaften und Verhaltensweisen wirft, die einen guten Boss von einem schlechten unterscheiden. Ein wichtiges Buch, weil es die Frage, was einen guten Chef ausmacht, nicht nur an der Performance aufhängt, sondern auch daran, ob die Mitarbeiter gerne für ihn arbeiten.

>> Robert I. Sutton; Der Chef-Faktor. Hanser Fachverlag. 2010

3. Fredmund Malik: Führen, Leisten, Leben

Unbestreitbar eines der wichtigsten und einflussreichsten Managementbücher der letzten Jahre. Fredmund Malik lehrt Management als Handwerk. Unterscheidet scharf richtige Methoden von falschen. Und stellt in diesem Buch die wichtigsten Werkzeuge vor. Von der Sitzungsleitung bis zur Leistungsbeurteilung. Doch wichtiger noch als die richtigen Werkzeuge sind diejenigen, die sie benutzen. Ihnen zeigt Malik hier, was einen Profi auszeichnet.

>> Fredmund Malik; Führen, leisten, leben. Campus Verlag. 2006

4. Stephen C. Lundin: Fish!

Das Geheimnis dieses Longsellers liegt in seiner Kürze. Und darin, dass es ein Thema auf den Punkt bringt, das alle juckt: Die (Un)Lust zu arbeiten. „Fish!“ ist der Klassiker unter der Motivationsliteratur. Zeigt auf wenigen Seiten anhand des Fischmarktes in Seattle, wie Freude an der Arbeit zum Selbstläufer und zum Erfolgsrezept werden kann. Eine Anregung, den Büroalltag aufzubrechen und eingefahrene Gleise zu verlassen – ohne Leseanstrengung.

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>> John Christensen, Stephen C. Lundin, Harry Paul; Fish! Goldmann Verlag. 2003

5. Angelika Gulder: Finde den Job, der dich glücklich macht

Ein Longseller, landet immer wieder in den Hitlisten. Kein Wunder, greift doch die Psychologin eine Frage auf, die sich früher oder später fast alle einmal stellen. Gulders Buch ist dabei sowohl für Berufseinsteiger eine gute Hilfe, als auch für Menschen, die sich in der Mitte des Lebens die Frage stellen: „Was will ich eigentlich?“ Viele Anleitungen und Übungen, die dazu dienen, die eigenen (Berufs-)Wünsche freizulegen, zu systematisieren und in eine umsetzbare Form zu gießen.

>> Angelika Gulder; Finde den Job, der dich glücklich macht. Campus Verlag. 2007

6. Norbert Häring: Markt und Macht

Norbert Häring zeigt, wie ökonomische Erklärungsmuster genutzt werden, um reale Machtverhältnisse zu verschleiern. Ein Buch voller überraschender Einsichten. Über Monopole, die Macht der Insider, über die Bedeutung von Mindestlöhnen und die Art und Weise, mit der die USA ihre wirtschaftliche Führungsrolle unterstreichen (indem sie zum Beispiel die Ausgaben für Waffensysteme als Investitionen verbuchen, anstatt, wie üblich, als Ausgaben).

>> Norbert Häring; Markt und Macht. Schäffer-Poeschel Verlag. 2010

7. Daniel Ammann: King of Oil

Wer Ökonomie studiert, lernt die Gesetze der Wirtschaft kennen. Wer Geisteswissenschaften studiert, lernt die Bedeutung gesellschaftlicher Strukturen kennen. Und wer dieses Buch liest, lernt, dass es im wahren Leben ganz anders zugeht. Eher wie in einem Streifen von Francis Ford Coppola. Nur selten wird so, wie in diesem Buch, der Vorhang geöffnet. Der Blick auf die Szenerie ist einzigartig.

>> Daniel Ammann; King of Oil. Orell Fuessli Verlag. 2010

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8. Frank Arnold: Management – Von den Besten lernen

Von den Besten lernen. So heißt das Buch im Untertitel. Und tatsächlich schafft es Frank Arnold, am Beispiel von 62 herausragenden Persönlichkeiten wesentliche Management-Grundsätze zu vermitteln. Auf hohem Niveau, wie es sich für einen gehört, der sein Handwerk bei Fredmund Malik gelernt hat. 62 wichtige Denkanstöße für Unternehmer, Geschäftsführer und Manager. Unterhaltsamer kann ein lehrreiches Managementbuch nicht sein.

>> Frank Arnold; Management – Von den besten lernen. Hanser Fachbuchverlag. 2010

9. Susanne Schmidt: Markt ohne Moral

Der Tochter des Exkanzlers Helmut Schmidt ist ein interessanter Blick hinter die Kulissen gelungen. Kein Wunder, arbeitet sie doch seit 30 Jahren in London, da, wo Europas Finanzherz schlägt. Als Investmentbankerin, als Analystin und zuletzt als Finanzjournalistin. Ein interessantes Buch für alle, die das komplexe Finanzsystem besser verstehen wollen. Und eine gute Grundlage zur Beurteilung der derzeitigen finanzpolitischen Maßnahmen.

>> Susanne Schmidt; Markt ohne Moral. Droemer Knaur Verlag. 2010

10. Sascha Suden: Hilfe, ich habe gegründet!

Ein zum Teil bitterer Bericht des Scheiterns. Sascha Suden gründete in Berlin ein Unternehmen, war bald groß im Geschäft, hatte Mitarbeiter und sechsstellige Umsätze – und doch ging alles schief. Sein Erfahrungsbereicht ist eine Abrechnung mit Bankern, unfähigen Mitarbeitern und den vielen eigenen Fehlern. Ein wichtiges Buch, weil es interessierten Gründern genau diese Erfahrungen erspart.

>> Sascha Suden; Hilfe, ich habe gegründet. Linde Verlag. 2010

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