Damit der Teamgeist keinem auf den Geist geht

Dass gute Teams hervorragende Arbeit leisten können, hat sich inzwischen herumgesprochen. Wie man es aber anstellt, „gute“ Teams am Start zu haben, bleibt ein Geheimnis. Kein Wunder, ist doch in den seltensten Fällen klar, ob es sich wirklich um Teams handelt – oder eben um Abteilungen oder Gruppen oder einfach um Menschen, die mehr oder weniger aus Zufall in einem Raum zusammenarbeiten. Deshalb fängt Rainer Niermeyer in seinem praktischen Handbuch zur Teamarbeit „Teams führen“ mit Aufräumarbeiten an. Und präsentiert dann den wirklichen Teamleitern schön übersichtlich die wichtigsten Methoden und Instrumente. Keine Rocket science, aber solides Handwerk.


Wenn keiner weiß, wo es lang geht, kommt auch keiner an

Ich vermute mal, dass neun von zehn Beschäftigten, die in einem sogenannten Team arbeiten, keine Ahnung von den Zielen haben, die das Team erreichen soll. Das liegt daran, dass der Teamleiter meist auch nicht weiß, was seine Aufgaben als Teamleiter sind. Folge sind demotivierte Menschen, die sich zumindest innerlich verabschieden. Dabei bietet doch gerade Teamarbeit vielfältige Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Talente der Einzelnen zur Entfaltung zu bringen. Zum Wohle der Ergebnisse, für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und damit des eigenen Arbeitsplatzes. Das Buch „Teams führen“ des Ex-Kienbaum-Mannes Rainer Niermeyer zeigt, wie Teamleiter diese Schätze heben können.


Wenn Meeting-Witze kursieren heißt das Alarmstufe knallrot

Eine große Stärke von „Teams führen“ ist es, dass sich Rainer Niermeyer viele der bekannten Begriffe mal zur Brust nimmt. So redet Niermeyer nicht etwa pauschal über „Meetings“ (einem der wesentlichen Kommunikationsinstrumente der Teamarbeit). Vielmehr zeigt er zuerst, wie viele unterschiedliche Arten von Meetings es gibt – mit je ganz unterschiedlichen Zwecken und Zielen. Geht es darum, alle auf einen gemeinsamen Wissensstand zu bringen? Oder sollen neue Ideen generiert werden? Ist es ein „Report-Meeting“, in der ein Mitglied seine Ergebnisse präsentiert? Geht es um den regelmäßigen Informationsaustausch? Oder darum, Probleme zu lösen? Nur ein paar Fragen und schon zeigt sich, dass generelle Ratschläge à la „ein Meeting soll nicht länger als x Minuten dauern“ für die Tonne sind. Ob ein Meeting 30 Minuten dauert oder drei Tage, hängt allein davon ab, was am Ende dabei herauskommen soll. Ist das in Ihrem Unternehmen allen klar? (Einfacher Test: Sind Meeting-Witze im Umlauf?)

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Ein hochverzinslicher Buchwert

Meetings richtig vorzubereiten, zu moderieren (muss nicht immer der Teamleiter sein) und nachzubereiten ist eines von elf sehr gut strukturierten Kapiteln. Die anderen zeigen in der gleichen Konsequenz die Kunst der Team-Zielvereinbarung, die noch höhere Kunst, Konflikte im Team konstruktiv zu lösen und machen vertraut mit allen wichtigen Phasen und Elementen der Teamarbeit (über die Teamzusammenstellung, die Teamentwicklung und natürlich über die Rolle des Teamleiters). Roter-Reiter.de – Fazit: Die zwei oder drei Stunden Lesezeit für „Teams führen“ werden sich für Teamleiter hochverzinst auszahlen – selbst wenn sie nur ein paar der Methoden in den Arbeitsalltag rüber retten. Auch, weil sie im Buch eine Menge Checklisten finden, mit denen sie sofort loslegen können.

 

Wolfgang Hanfstein, www.Roter-Reiter.de

Rainer Niermeyer: Teams Führen. ‚Haufe Praxisratgeber‘. Haufe Lexware GmbH.

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