Feedback ist kein sozialromantischer Quatsch sondern eine wichtige Steuerungsgröße im Unternehmensalltag

Die alten Haudegen im Business hat Feedback nicht die Bohne interessiert. Als Rückkopplung haben ihnen ein paar Zahlen genügt. Steigt der Gewinn? Steigt die Produktion? Steigt der Umsatz? Managen und Führen in komplexen Systemen bedeutet aber schnelles und klares Feedback zu erhalten, zu geben und auszuwerten. Es sind die Daten und Steuerungsgrößen, die in keinem System gespeichert sind, die aber jedes System ruinieren können. Deshalb bist es gut, dass Rüdiger Klepsch in diesem praktischen Ratgeber die wichtigsten Feedbackformate für Führungskräfte darstellt. Alles sehr einleuchtend und plastisch beschrieben.

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Dieses Sprichwort gilt auch für betriebliche Gesprächssituationen. Wie die Führungskraft fragt, hat einen großen Einfluss auf die Antworten. In diesem Buch „Feedback für Dummies“ erfahren die Leser, wie Feedbackgespräche eingeleitet und produktiv geführt werden. Viele unternehmensnahe Beispiele machen das Buch zu einem praktischen Ratgeber, der Führungskräften, die ihn griffbereit haben, große Dienste leisten wird.

Ein paar Beispiele: Rüdiger Klepsch gibt Hinweise für den Umgang mit unsympathischen Mitarbeitern. Er zeigt, wie „No-Go-Gespräche“ geführt werden (wenn untolerierbares Verhalten zur Sprache gebracht werden muss, inklusive der Sanktionen bei Wiederholung). Interessant auch die Vorlage für Metafeedback-Gespräche, die geführt werden, weil zuvor geführte Gespräche fruchtlos blieben (wenn der Mitarbeiter zum Beispiel trotz mehrmaliger Aufforderung Termine nicht einhält). Und natürlich liefert der Autor und Psychologe Fragetechniken und Abläufe für die allfälligen Kritikgespräche.

Management-Journal – Fazit: „Feedback für Dummies“ ist zum einen die dringende Aufforderung, eine produktive und professionelle Feedbackkultur im Unternehmen zu verankern. Und zum anderen bietet es viele praktische „Vorlagen“ für alle Arten von Feedbackgesprächen. Das ist umso wichtiger, als Führungskräfte in der Regel keine Psychologen sind und vor zwischenmenschlichen Schwierigkeiten am liebsten ausbüxen – und damit den notwendigen Informationsfluss zum Schaden des Unternehmens aus dem Lot bringen. Das Buch zeigt Ihnen, dass Feedback geben und erhalten gar nicht so schwer ist – aber unglaublich wichtig.

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Warum Beziehungskompetenz die Voraussetzung glücklicher Partnerschaften und erfolgreicher Führung ist

Wolfgang Hanfstein, www.Management-Journal.de
feedbackRüdiger Klepsch: Feedback für Dummies. Wiley Verlag 2015

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