Warum und wie sich Deutschland künftig neu positionieren muss

Maier das ende der BegaglichkeitJeder, der morgens die Tageszeitung aufschlägt, spürt es: Angst und Verunsicherung sind die Themen der Zeit. Die Terroranschläge von Paris, der Vertrauensverlust in die deutsche Wirtschaft und die unbeantwortete Frage nach dem Umgang mit der wachsenden Schar der Flüchtlinge haben zu einer ausufernden Krisenstimmung geführt, wie Michael Maier in seinem Buch „Das Ende der Behaglichkeit“ feststellt. Maier spricht von „Kriegen“, denen Deutschland ausgesetzt ist. Kriege, die nicht in Deutschland stattfinden und nicht zwangsläufig mit Waffen geführt werden, die aber die deutsche Gesellschaft und ihre Werte maßgeblich verändern.

EU-Zerfall, IS, und Russland-Krise

„Die Welt ist kriegerischer denn je. Waffensysteme werden nicht mehr von Soldaten, sondern von Computerspezialisten gesteuert. Kriege werden als Finanzkrieg geführt: Mit einer einzigen gezielten Finanzs-Spekulation kann eine ganze Volkswirtschaft in die Knie gezwungen werden.“ schreibt der Autor. In seinem lesenswerten politischen Essay analysiert er die Hintergründe der großen Krisenherde von Russland und der Krim über Syrien und Afghanistan und deren Flüchtlinge, den IS-Terror bis zur EU-Krise in Brüssel. Der gemeinsame Nenner aller tobenden und stillen Kriege ist, dass sie auf Deutschland abfärben und uns die „Behaglichkeit“ rauben, auch wenn wir gerne im Wohlstandsschlaf weiterdösen würden. „Völker hört die Signale, haben die Kommunisten früher gesungen. Im Lehnstuhl hört man allerdings nur das eigene Schnarchen.“

Warum sich Europa neu erfinden muss, um die globalen Krisen zu überwinden

Maier belässt es aber nicht bei düsteren und beunruhigenden Fakten und Prognosen. Seine treffenden Analysen münden in konkreten Forderungen nach politischen Reformen. Klar ist: Deutschland allein kann die globalen Probleme nur mit seinen starken europäischen Nachbarn wie Frankreich und Großbritannien überwinden. Eine EU als politische Union mit einem handlungsfähigen Parlament – aber ohne Euro-Währungszwang für die Mitglieder – wäre ein Anfang. Dazu eine einheitliche Außen- und Sicherheitspolitik, die auch in der Flüchtlingsfrage einen Konsens findet.

Lesen Sie auch!
Made in China

Management-Journal – Fazit: Wer die globalen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Probleme dieser Welt verstehen will, muss „Das Ende der Behaglichkeit“ lesen.

Oliver Ibelshäuser, www.Management-Journal.de

Michael Maier: „Das Ende der Behaglichkeit“, FBV 2015

>> Zu allen lieferbaren Ausgaben von „Das Ende der Behaglichkeit“ auf Managementbuch.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*