Mit dem Buch «Das Husky-Prinzip» landete Klaus Schirmer vor einigen Jahren einen Überraschungserfolg. Der aufsehenerregende Umschlag verriet den Interessierten auch direkt, worum es geht. Schirmer, selbst erfahrener Unternehmer, aber auch Schlittenhundeführer, übertrug seine Erfahrungen aus dem Sport auf die Unternehmensführung. Jetzt erscheint das Buch in einer zweiten Auflage.
Was Musher und Huskys mit Unternehmen zu tun haben
Die zentrale Metapher von Schirmers Buch ist eingängig: Ein Unternehmen funktioniert nur, wenn jedes Teammitglied an der richtigen Position eingesetzt wird und die Führungskräfte Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen. So ist es auch beim Schlittenhunderennen. Es ist ein Zusammenspiel zwischen Mensch und den Tieren, die indes als Team agieren.
Schirmer liefert in seinem Buch sehr anschauliche Analogien. Und nebenbei erfahren die Lesenden auch viel zu einem besonderen Sport, der sehr viel mehr ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Denn die Tiere in einem Gespann vertrauen einander, haben ihre Rollen und unterstützen sich. Wie es auch in einem Unternehmen sein sollte.
Anders als es zu vermuten ist, ist der Musher ein Teil dieses Teams und wird sich in einem Rennen nur dann durchsetzen, wenn er dem Team nicht seinen Willen diktiert, sondern sich als Leitfigur des Teams begreift.
Huskys sind anspruchsvoll und wollen gefordert werden. Das wissen alle Besitzer dieser wunderbaren Tiere. Erfolgreiche Musher werden in einem wichtigen Rennen keine Hunde einsetzen, die noch keinerlei Erfahrungen mit der Aufgabe und dem Gespann sammeln konnten.
Und wer als Musher, also Führungskraft, versucht, seinen Kurs durchzusetzen, obwohl der Leithund ein Hindernis zuerst erkennt und ihm ausweicht, verliert das Vertrauen des Teams und letztlich auch den Kurs.
Führen nach dem Prinzip der Freundschaft
Anhand dieser Beispiele kommt Schirmer zu seiner Führungsmaxime, die sich als «Führen nach dem Prinzip der Freundschaft» bezeichnen lässt. Die Botschaft ist klar: Wer Höchstleistungen von seinen Mitarbeitenden fordert und erwartet, muss ihnen die Freiheit geben, selbstständig und situativ zu entscheiden. Dies setzt ein Vertrauensverhältnis voraus. Am besten innerhalb des gesamten Unternehmens, wenigstens jedoch innerhalb der Teams.
In der Neuauflage richtet der Autor auch seinen Blick auf die massiven Veränderungen in der Arbeitswelt der vergangenen Jahre, die sich aus der Zäsur der Pandemie ergeben haben. Zudem spielen auch Aspekte wie der demografische Wandel und die veränderten Ansprüche der GenZ eine Rolle.
Management-Journal-Fazit: Selbst Leserinnen und Leser, die vielleicht der Gleichsetzung des Sports mit Tieren und einem Unternehmen skeptisch begegnen, sollten dem Buch eine Chance geben. Denn die Wertschätzung des gemeinsamen Arbeitens in einem Team ist auf jeder Seite spürbar. Zudem merken die Lesenden, dass hier jemand aus unmittelbaren Erfahrungen heraus schreibt: sowohl, wenn es um seinen Sport, als auch, wenn es um das Unternehmen geht. Führungskräften liefert das Buch viele Denkanstöße und Handlungsmaximen.
Stephan Lamprecht
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Lesbarkeit
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Nutzwert
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Anspruch
Unser Fazit
Selbst Leserinnen und Leser, die vielleicht der Gleichsetzung des Sports mit Tieren und einem Unternehmen skeptisch begegnen, sollten dem Buch eine Chance geben. Denn die Wertschätzung des gemeinsamen Arbeitens in einem Team ist auf jeder Seite spürbar. Zudem merken die Lesenden, dass hier jemand aus unmittelbaren Erfahrungen heraus schreibt: sowohl, wenn es um seinen Sport, als auch, wenn es um das Unternehmen geht. Führungskräften liefert das Buch viele Denkanstöße und Handlungsmaximen.
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