Wertschöpfung vor Geldschöpfung als Grundregel für Banken und Unternehmen

wilfried„Der biblische Tanz um das goldene Kalb hat seine moderne Entsprechung im unersättlichen Mehr der modernen Kapitalmärkte.“ Wilfried Stadler findet in seinem Buch „Der Markt hat nicht immer recht“ deutliche Worte für das blinde Profitstreben der Banken und Unternehmen, das den globalen Finanzkollaps erst möglich gemacht hat.

Finanzwirtschaft muss wieder zum Dienstleister werden

Sein Buch liefert eine exzellente Analyse der jüngsten Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Stadler diskutiert die Versäumnisse der Banken, allen voran der Lehmann Brothers, die Ohnmacht der Ratingagenturen und selbstverständlich das Ringen der Europäer um einen stabilen Euroraum mit Hilfe von Rettungsschirmen und Zinspolitik. Sein Fazit: „Es wird darauf ankommen, der Finanzwirtschaft auch auf globaler Ebene wieder die Funktion eines Dienstleisters in der Realwirtschaft zurückzugeben.“

Von Shareholdern zu Shared Values

Neben der volkswirtschaftlichen Analyse gibt Stadler klare Regieanweisungen an Unternehmer, um vor allem die immaterielle Wertschöpfungskette voranzutreiben. Und die „beginnt bei verantwortetem Handeln des Einzeln, setzt sich fort in einer Unternehmenskultur der Offenheit, Zielorientierung und gegenseitigen Wertschätzung und mündet in einer klugen „Corporate Governance“. Stadler fordert einen Schwenk vom klassischen „Shareholder“-Denken hin zum „Shared Values“-Denken in den Management-Köpfen – „gemeinsame Werte und Vertrauen für die Überlebensfähigkeit nicht nur der Gesellschaft, sondern auch unseres Wirtschaftssystems.“

Management-Journal – Fazit: In der zweiten, erweiterten und aktualisierten Auflage von „Der Markt hat nicht immer recht“, erklärt Stadler detailliert welche Irrwege in die Krise geführt haben und welche Lösungen wieder heraushelfen.

Oliver Ibelshäuser www.Management-Journal.de

Wilfried Stadler: „Der Markt hat nicht immer recht“, Linde 2015

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