Ein Schnell-MBA in Buchform

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In Deutschland ist der Begriff des Managers mehr oder minder für die oberste Etage reserviert, meist in der Form des bewunderungs- und kritikwürdigen „Top-Managers“. Anders in den USA. Dort werden mit dem Begriff „Manager“ Leute bezeichnet, deren Tätigkeit im Wesentlichen aus den vier Bereichen „Planen, Organisieren, Führen und Kontrollieren“ besteht. In Deutschland nennt man diese Leute Führungskräfte – obwohl damit nur ein Teil von deren Aufgabenbezeichnet ist. In diesem anschaulichen „Management-Buch“ geht es denn auch um mehr, als nur um Führung.

Alle wichtigen Bereiche des Managens übersichtlich dargestellt

Das 375 Seiten starke Buchschwergewicht verspricht viel – und hält viel. In sieben Teile ist das Kompendium gegliedert. Zuerst geht es auf knappen 60 Seiten um den Unterschied zwischen managen und führen. Im zweiten Teil gehen die Autoren um Richard Pettinger dezidiert auf das Thema Führung ein. Teil 3 gehört einem der wichtigsten Management-Themen, dem Erreichen von Zielen.  In Teil 4 geht es um das Brücken bauen – denn managen heißt auch: zu Kunden genauso wie Mitarbeitern und den unterschiedlichen Interessengruppen Kontakt aufzubauen und zu halten. „Hart auf Hart“ geht es in Teil 5 zu. Angehende Manager erfahren, was es zu tun gibt, wenn es Sand im Getriebe ist. Umstrukturierung und Risikoanalyse heißen die Stichworte. Komplettiert wird das Managementthema mit Teil 6: Hier geht es um das Handwerkszeug des richtigen Managens, um Buchführung, Bilanzierung und Budgetierung. In Teil 7 dürfen sich die Leser dann auf die „Dummie-typischen“ Zusammenfassungen, auf die Do’s and Dont’s freuen.

 

Management-Journal – Fazit:  Sehr gehaltvoll, sehr umfassend. „Management für Dummies“ ist ideal für junge Führungskräfte und „Manager“, die einen schnellen und anschaulichen Überblick zu allen relevanten Fragen suchen.   Allerdings merkt man dem Buch auch an, dass die Autoren einen anderen kulturellen Hintergrund haben. So fehlen zum Beispiel Kapitel zum Umgang mit dem Betriebsrat und auch die Modalitäten in Bezug auf Kündigungen sind nicht in letzter Konsequenz auf die Deutschen Usancen und Richtlinien abgestimmt. Da es dazu wiederum genügend Spezialliteratur gibt, lässt sich dieses Manko schnell beheben. Wer nicht BWL studiert hat oder bei den oben genannten Themen aus irgendwelchen Gründen unpässlich war, ist mit diesem sehr gut zu lesenden, und populär aufgemachten Buch bestens beraten.

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Ja muss man denn alles selber machen?!

 

Wolfgang Hanfstein, www.Management-Journal.de

 

 

Richard Pettinger, Bob Nelson, Peter Economy: „Management für Dummies“, Wiley 2015

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